"(Un)geschminkte Wahrheit"

Wie Kosmetik unsere Karriere beeinflussen kann

Foto: Dr. Anja Vervoorts posiert auf einem Stuhl; Copyright: Susanne Kurz

Dr. Anja Vervoorts, HHU, kennt sich aus in Gleichstellungsfragen und Chancengerechtigkeit. Foto: Das etwas andere Foto – www.susannekurz.de

Welche Rolle spielt die "Schönheit" eines Menschen im beruflichen Kontext? Haben Sie diesbezüglich Erfahrungswerte?

Der Trend geht also in Richtung natürlich und dezent ("No Make-up Look")? Das ist interessant. Denn eine ältere Studie aus dem Jahr 2011 will herausgefunden haben, dass geschminkte Frauen kompetenter wirken. Diese Aussage stimmt demnach heute nicht mehr?

Bild: Augen einer Frau; Copyright: pixabay

Zuviel des Guten für den ersten "Augenblick"? Im beruflichen Kontext sind dezente Farben und gute Hautpflege gefragt.

Kosmetik und Karriere: gut geschminkt zu mehr Erfolg?

Grafik: Frau mit Laptop, dahinter verschiedene Make-up-Produkte auf pinkem Grund; Copyright: pixabay

Über Business-Beauty, Bewerbungs-Bilder und Make-up in Führungspositionen

Bild: links: Frau im 50er-Jahre-Stil gestylt, recht: moderne Business-Frau; Copyright: pixabay

Wer hat die besseren Chancen auf eine Führungsposition? Die Antwort scheint eindeutig – und wir immer noch in alten Klischees verhaftet!

Wenn es um Führungspositionen geht, scheint der "Make-up-Knigge" ein anderes Kapitel aufzuschlagen, das von noch stärkeren Stereotypen geprägt ist: Je höher die berufliche Stufe, desto dezenter das Make-up?

Führungskompetenz wird demnach immer noch mit eher männlichen Eigenschaften verbunden? Ist das nicht ziemlich rückschrittlich?

Überspitzt formuliert hieße das also: Frauen mit strengen Hochsteckfrisuren haben dafür die "Haare auf den Zähnen"?

Bild: Oberkörper einer Business-Frau, die mit einer Hand den Schriftzug "I'm your boss" in die Kamera hält; Copyright: pixabay

Chefinnen haben oft ein anderes Auge auf Bewerber*innen als männliche Personaler.

Stichwort Rollenstereotypen: Spielt es eine Rolle, ob eine Frau oder ein Mann die Personalentscheidung trifft?

Kommen wir zurück zum Stichwort Make-up: Was gilt es hier zu beachten?

Können Sie aufgrund Ihrer Position als Gleichstellungsbeauftragte einer Universität und in Ihrer Eigenschaft als Wissenschaftlerin eine "genderneutrale" Empfehlung in Bezug auf das Thema "Karriere und Kosmetik" geben?

Bild: Portrait einer blonden Frau mit Bluse, Brille und Hochsteckfrisur mit angedeutetem Lächeln; Copyright: pixabay

Attraktiv? Kompetent? Klug? Assistentin oder Führungskraft? Letztlich kann man einem Menschen doch immer nur vor die Stirn schauen – ob gepudert oder nicht.

Die Wahl des "richtigen" Make-ups spielt demnach eine untergeordnete Rolle?

Vielen Dank, Frau Dr. Vervoorts, für das aufschlussreiche und spannende Interview!

Vita Dr. Anja Vervoorts:

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Redaktion und Text:

Renja Lüer