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Wellness ABC

Wellness von A-Z

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  • Wellness von A-Z

9 Einträge mit dem Anfangsbuchstaben "H" gefunden

 

Hamam

 
Hamam ist ein türkisches oder orientalisches Bad. Das Schönheitsritual aus dem Morgenland beginnt im "Maslakh", dem Ruheraum. Danach begibt sich der Gast in den "Sogukluk", den ersten feuchtwarmen Schwitzraum (ca. 30 bis 40 Grad Celsius), in dem die Haut leicht aufquillt und vorbereitet wird. Der Höhepunkt der Zeremonie ist die reinigende Rubbelmassage im "Halvet", dem zweiten Schwitzraum, in dem die Temperaturen bis auf 45 Grad Celsius klettern. So wird die Temperatur stetig gesteigert, um den Kreislauf möglichst wenig zu belasten. Entspannt auf einem geheizten Marmorblock, dem "Nabelstein", gibt man sich nun vollends in die Hände der fachkundigen Bademeister. Bei einer Seifenmassage mit Olivenölseife werden die Hautschüppchen mit einem Handschuh aus Ziegenhaar abgelöst. Wassergüsse - von anregend kühl bis wohlig warm - verbessern die Durchblutung und den Stoffwechsel. Zum Schluss begibt man sich noch einmal in den "Maslakh", den Ruheraum, wo durch die Abkühlung der Kreislauf wieder belebt wird.
 

Haysche Trennkost

 
Der amerikanische Arzt Howard Hay (1866 - 1940) gilt als Begründer der Hayschen Trennkost. Auslöser war ein eigenes, unheilbares Nierenleiden, das er durch gezielte Trennung von Lebensmitteln heilen konnte. Hay ging davon aus, dass innere Krankheiten auf einer Übersäuerung des Organismus beruhen. Ursache ist der Verzehr von zu viel Eiweiß und denaturierten und raffinerierten Produkten wie Zucker und Auszugsmehl etc. Der gleichzeitige Verzehr von Eiweiß und Kohlehydraten verwirrt nach Hays Ansicht die Verdauung, da der Magen nicht beides gleichzeitig verdauen könne. Seine Empfehlung sagt daher, dass 80% der täglichen Kost aus Obst und Gemüse bestehen sollten, der größte Teil aus Rohkost bei gleichzeitiger Trennung von Kohlehydraten und Eiweißen. Bei dieser Ernährungsform handelt es sich nicht um eine Diät, sondern um eine Dauerernährung.
 

Heilerde-Therapie

 
Heilerde (z.B. Lehm) wird mit Wasser zu einem Brei verrührt und mit einem Pinsel dick auf Gesicht oder Körper aufgetragen. Die Packungen wirken wie ein leichtes Peeling, festigen schlaffes Bindegewebe und entschlacken sanft.
 

Heilfasten

 
Der Arzt Dr. Otto Buchinger (1878 - 1966) prägte den Begriff des Heilfastens. Fasten ist mehr als eine Methode, um das Gewicht zu reduzieren, Heilfasten betrifft den ganzen Menschen, nämlich Körper, Geist und Seele. Fasten bedeutet, eine Zeit lang freiwillig auf feste Nahrung und Genussmittel zu verzichten. Dies kann kurzfristig für einige Tage zu Hause praktiziert werden oder bis zu mehreren Wochen in einer Klinik. Es gibt die verschiedensten Fastenformen, angefangen von der Urform des Fastens, dem Wasserfasten, über Teefasten, Schleimfasten bis hin zum Saftfasten, der mildesten Form. Die Wirkung des Fastens ist breit gefächert und reicht von tiefer Reinigung und Entgiftung des Körpers über die Stärkung des Immunsystems und Verbesserung des Lebensgefühls. Zudem soll das Fasten den Einstieg in eine bewusste Ernährungsweise erleichtern, die Heilung und Linderung vieler Beschwerden beschleunigen und Krankheiten vorbeugen.
 

Herbal Stamps Massage

 
In unserem Kulturkreis kennt man den erwärmten Heusack auf dem Bauch, im alten Siam wurde diese Methode deutlich verfeinert angewandt. Sie ist eine ganz und gar ursprüngliche Heilbehandlung aus Thailand. Seit der Ayutthaya-Zeit (15. - 18. Jh.), als man den mit schmerzenden Muskeln heimkehrenden Soldaten die duftenden, heißen Stempel auflegte, werden sie in der traditionellen, thailändischen Massagekultur verwendet. Diese über Wasserdampf erwärmten Mullstempel, auch "Kräuterstempel" genannt, sind mit einer Mischung aus aromatischen Kräutern und Gewürzen gefüllt. Der Körper wird damit abgeklopft und sanft massiert. Die Wärme regt den Stoffwechsel und die Durchblutung an, außerdem können Wirkstoffe durch die Poren tiefer in die Haut eindringen.
 

Heubad

 
Die heilende und schweißtreibende Wirkung des Alpenheus ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Das Heubad ist eigentlich ein Ganzkörper-Heuwickel. Vor dem Bad werden die getrockneten Kräuter und Blumen, die frei von synthetischen Zusatzstoffen sind, ca. eine Stunde eingewässert und langsam erwärmt. Der Körper wird nun mit dem nassen Heu eingepackt. Durch die sich entwickelnde Wärme werden die Inhaltsstoffe des Heus aufgeschlossen und können so ihre gesundheitliche Wirkung entfalten. Das schweißtreibende Bad, dessen Temperatur ca. 40 bis 42 Grad Celsius beträgt, wirkt entschlackend und hautreinigend. Die Ganzkörper-Heuwickel sind besonders geeignet gegen alle Arten von Wasseransammlungen im Körper, sie wirken durchblutungsfördernd, entkrampfend, kreislaufanregend, immunstimulierend, reinigend für die Atemwege und harmonisierend auf die Psyche.
 

Hydro Jet

 
Zur Muskellockerung und Entspannung wird ein Wasserbett mit Wasserstrahl-Massageautomatik eingesetzt. Wahlweise kann das Massieren einzelner Körperregionen im 20 cm-Bereich oder punktuell gesteuert werden.
 

Hydro-Colon-Therapie

 
Die Hydro-Colon-Therapie ist eine Reinigung des Dickdarms (Colon) mit Hilfe von Wasser (griechisch: hydro). Ziel der Anwendung ist es, Gift- und Abfallstoffe, die in Folge von Stoffwechselstörungen, Verstopfung oder psychischen Problemen vom Darm nicht schnell genug abgebaut werden und zu einer Selbstvergiftung führen, auszuleiten. Mittels eines speziellen Gerätes wird temperiertes Wasser in den Darm des Patienten gebracht. Der gelöste Darminhalt wird dann über einen Abfluss-Schlauch hinausgespült. Der Therapeut unterstützt den Vorgang durch eine sanfte Massage der Bauchdecke. Die Therapie wird innerhalb eines Monats drei Mal wöchentlich durchgeführt. In der folgenden Pausenzeit von drei Monaten sollte sich der Patient an ein spezielles Ernährungsprogramm halten und sich regelmäßig bewegen. Eine gesunde Darmflora lässt sich durch eine ballaststoffreiche Kost mit viel Flüssigkeit und milchsauren Produkten von Joghurt bis Sauerkraut aufbauen und stabilisieren.
 

Hydrotherapie

 
Unter einer Hydrotherapie versteht man die Behandlung mit Wasser. Die Geschichte der Anwendungen von Wasser zu medizinischen Zwecken reicht bis in die Zeit der alten Römer und Griechen, die einen wahren Kult in ihren Badeanstalten und Thermen betrieben. Die Hydrotherapie zählt auch zu den von Pfarrer Sebastian Kneipp formulierten "Fünf Säulen" der klassischen Naturheilverfahren. Es gibt ungefähr 100 verschiedene Wasseranwendungen; sie reichen von Waschungen, Güssen, Wickeln und Bädern bis hin zu Sauna und Dampfbädern. Die Skala reicht von schwachen, kaum belastenden Reizen wie der Waschung eines Armes bis zu anstrengenden Maßnahmen, z.B. einem Blitzguss. Die große Auswahl macht es möglich, dass je nach Konstitution, Kreislaufleistung und Reaktionsfähigkeit ein individuelles Programm erstellt werden kann. In der Hydrotherapie wird neben den mechanischen Reizen des Wassers auf der Haut auch seine Eigenschaft als idealer Träger von Wärme und Kälte genutzt. Umgangssprachlich wird dieser Prozess als "Abhärten" bezeichnet. Bei regelmäßiger Anwendung ermöglicht die Hydrotherapie eine Vorbeugung von Krankheiten, die Anregung von Stoffwechsel und Kreislauf, die Stärkung des Immunsystems sowie die Linderung von Schmerzen.