24.07.2006

Zungenpiercing gefährdet die Zähne

Foto: Cultural Authentic Pictorial Lexicon
Nicht jede Mode ist unschädlich für die Gesundheit. Rostocker Mediziner weisen darauf hin, dass Piercings im Mundraum auch Nerven und Zähne verletzen können. "Besonders bei Menschen mit Zungenpiercings ist zu beobachten, dass ihre Zunge immer in Aktion ist", so Frau Professor Dr. Rosemarie Grabowski von der Klinik und Poliklinik für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde am Universitätsklinikum der Hansestadt. Dadurch würden die Zähne geradezu mit dem Metallschmuckstück bombardiert. Die Folge seien feine Risse im Zahnschmelz, die nicht mehr repariert werden könnten.

Auch das Zahnfleisch kann in Mitleidenschaft gezogen werden, weil es unter mechanischen Angriffen leidet. Gerade bei empfindlichen Sinnesorganen wie der Zunge besteht die Gefahr, dass durch das Einstechen von Löchern ganze Nervenbahnen lahm gelegt werden. Zudem bleiben die Löcher lebenslang erhalten und bilden potenzielle Bakterienherde. Daher sollte genau geprüft werden, welche Körperstellen für Piercings in Frage kommen. Gesicht und Mundinnenraum seien dafür am wenigsten geeignet, so Professor Grabowski. (Quelle: IME - Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten)