19.12.2004

Zarte Pflege für die Kleinsten: Tipps zur Hautpflege bei Windeldermatitis

Fotoquelle: www.hautstadt.de
Zart wie der sprichwörtliche Babypopo ist Juniors Hinterteil bedauerlicherweise nicht immer.
Ein roter entzündeter Po statt rosiger glatter Haut: Viele Säuglinge quält eine Windeldermatitis. Unter diesem Begriff fasst die Medizin alle Hautreizungen, Rötungen und Entzündungen im Windelbereich zusammen.

Nach der anfänglichen Rötung kann es im weiteren Verlauf zu Bläschenbildung, Krusten, Papeln und offenen Hautstellen (Mazeration) kommen. Schließlich ist die Haut geschwollen, rissig, schuppig oder faltig. Der Ausschlag kann sich vom Gesäß in Richtung Oberschenkel und Unterbauch ausbreiten. Einen Windelausschlag können sowohl irritierende körpereigene als auch körperfremde Substanzen auslösen. Urin und Stuhl können die Haut ebenso reizen wie Waschmittelrückstände oder Pflegeprodukte. Stuhlreste, die spezielle Enzyme und Lipasen enthalten, spielen eine zentrale Rolle. Sie greifen die Hautoberfläche an. Bestimmte Hautbakterien spalten zudem Harn auf und setzen Ammoniak frei. Dieser verursacht ein brennendes Gefühl und reizt die Haut. Ursache eines Ekzems kann auch die Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Pflegeprodukte wie Cremes, Seifen oder Öle sein.
Wenn zur Milch andere Nahrung zugefüttert wird, nimmt die Häufigkeit der Windeldermatitis zu. Kot und Urin enthalten jetzt viel mehr Bakterien als vorher. Am anfälligsten sind Säuglinge im Alter zwischen 7 und 9 Monaten. Je älter die Babys werden, desto widerstandsfähiger wird auch ihre Haut. Der Ausschlag bessert sich allmählich und verschwindet schließlich ganz.

Gegen wunden Po helfen die Verwendung möglichst saugfähiger und luftdurchlässiger Windeln, das lockere nicht zu stramme Anlegen und der regelmäßige Windelwechsel etwa alle 3 bis 4 Stunden. Wichtig ist, dass Babys Po möglichst lange trocken bleibt und weder ein Hitze- noch ein Feuchtigkeitsstau entsteht. Nach dem Urin- oder Stuhlgang sollte die Windel möglichst rasch gewechselt werden. Dabei wird der Po mit lauwarmem Wasser abgespült und trocken getupft. Ein wenig freies Strampeln nach der Reinigung lässt frische Luft an den Babypopo. Zum Schutz vor weiteren Irritationen hilft eine Zinksalbe oder unparfümierte Wundschutz-Creme.

Quelle: Hautstadt