29.09.2012

Hormonyoga (Textquelle: NetDoktor/K.Rothfischer)

Yoga für Frauen ab 35 Jahren

Foto: © Nicola Vernizzi/Fotolia.com (Quelle: NetDoktor)
Hitzewallungen, Haarausfall und andere Wechseljahresbeschwerden auf natürliche Weise zu lindern, das ist der Wunsch vieler Frauen. Ein neuer Trend ist das sogenannte Hormon-Yoga - entsprechende Kurse bieten immer mehr Yoga-Studios an. Eine festgelegte Reihe von Übungen soll auf natürliche Weise das weibliche Drüsen- und Hormonsystem in den Eierstöcken, der Schilddrüse, der Hypophyse und den Nebennieren aktivieren und so dem Absinken des Hormonspiegels entgegenwirken.

Das typische Hormon-Yoga-Programm ist eine Mischung aus Hatha Yoga, Kundalini Yoga und buddhistischer Meditation. Neben Körperübungen, die intensive Bauchbewegungen enthalten, spielen spezielle Atemtechniken eine besondere Rolle. Hier ist vor allem die tiefe Bauchatmung wichtig. Das soll die Beckenorgane massieren und deren Durchblutung fördern.

Hormon-Yoga ist prinzipiell geeignet für alle gesunden (und nicht schwangeren) Frauen ab 35 Jahren, da der Körper die Hormon-Produktion schon ab Mitte 30 nach und nach zurück fährt. Frauen, die die Übungen gezielt einsetzen wollen, um Wechseljahresbeschwerden zu lindern, können aber auch später damit anfangen. Die Kombination von körperlicher Bewegung, bewusster Atmung und Entspannungsübungen bewirkt, dass der Körper überschüssige Stresshormone abbaut. Als Gegenspieler der Sexualhormone können sie starken Einfluss auf das Hormonsystem nehmen und hormonell bedingte Beschwerden negativ beeinflussen.

Wie und wie viel eine Frau üben darf, hängt nicht nur von ihrem Gesundheitszustand, sondern auch davon ab, ob sie bereits Yoga gemacht hat oder nicht. Besonders fortgeschrittene Atemtechniken sind für Anfänger nicht geeignet. Bislang gibt es zwar keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass Hormon-Yoga den Hormonhaushalt gezielt verändern kann. Vielen Frauen in den Wechseljahren tut aber das Gefühl, etwas für sich und den Körper zu tun, generell gut. Auch der Austausch mit "Leidensgenossinnen" kann sich positiv auf das Befinden auswirken.

Wie bei anderen Yoga-Stilen muss man auch beim Hormon-Yoga etwas Geduld mitbringen, bis sich der Körper an die Übungen gewöhnt hat. Manche Frauen fühlen sich gleich nach der ersten Stunde besser. Im Allgemeinen dauert es aber einige Wochen, bis sich ein spürbarer Effekt einstellt. Das hängt auch davon ab, wie regelmäßig man übt. (Textquelle: NetDoktor/K.Rothfischer)