14.05.2006

Wirksamer Schutz vor UV-A-Strahlen

Grafik-Quelle: Quarks/WDR
Der Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels gibt dessen Schutzwirkung vor Sonnenbrand an und damit die Wirksamkeit gegenüber der UV-B-Strahlung der Sonne. Doch die Sonne hat noch mehr "zu bieten": Sie schickt uns UV-A-Strahlen, die trotz Anwendung von Sonnenschutzmitteln gefährlich sein können. Dermatologen empfehlen daher, auch bei Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor auf ausgiebige Sonnenbäder zu verzichten und die auf den Verpackungen angegebenen Sonnenzeiten nicht auszureizen. Hintergrund: Der Lichtschutzfaktor (LSF, SPF), der auf der Verpackung steht, gilt nach wie vor nur für den UV-B-Anteil des Sonnenlichts, der Sonnenbrand auslöst und die Entstehung von Hautkrebs fördert. Für den Schutz vor UV-A-Strahlen wurde bislang kein einheitlicher Standard angewandt, so dass u.U. auch bei hohen Lichtschutzfaktoren größere Mengen UV-A-Strahlen unbemerkt in die Haut vordringen können. Das jedoch beschleunigt die Hautalterung und trägt neueren Forschungsergebnissen zufolge möglicherweise ebenfalls zur Erhöhung des Hautkrebsrisikos bei.

Die Hersteller arbeiten derzeit daran, den UV-A-Schutz zu verbessern und deren Bestimmung zu vereinheitlichen. Zeitgemäße Sonnenschutzmittel müssen gleichermaßen vor UV-B- wie auch vor UV-A-Strahlung schützen. Bislang wird für den UV-A-Schutz meist noch der "Australische Standard" angewandt. Der reicht jedoch nach heutigen Erkenntnissen nicht mehr aus. Wer auch beim Schutz vor vorzeitiger Hautalterung auf der sicheren Seite sein will, reizt also die laut Verpackung möglichen Sonnenbadezeiten nicht aus. Kinder unter zwei Jahren haben eine wesentlich empfindlichere Haut als Erwachsene und sollten möglichst gar nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Zukünftig wird es für ein gutes Sonnenschutzmittel darauf ankommen, dass die Höhe des UV-A-Schutzes in einem ausgewogenen Verhältnis zum UV-B-Schutz steht. Die Voraussetzung dafür wurde mit der neuen DIN Norm 67502 für die einheitliche Messung und Kennzeichnung des UV-A-Schutzes von Sonnenkosmetik für Deutschland bereits 2005 geschaffen. Die Herstellerverbände wollen nun noch 2006 eine europaweit einheitliche Regelung vorlegen. (Quelle: Hautstadt)


Grafik: UVB und UVA Strahlen dringen unterschiedlich tief in die Haut ein: UVA: 320-400 nm ist der langwellige Anteil und dringt bis tief in die Lederhaut ein/UVB: 280-320 nm, dringt bis zur Basalzellschicht vor/UVC: 200-280 nm, dieser gefährliche kurzwellige Anteil wird von der Stratosphäre absorbiert und dringt nicht zur Erdoberfläche vor