Winterwellness für die Füße

Fußbäder für alle Fälle

Foto: © MAXFX/Fotolia.com (Quelle:NetDoktor)

14.12.2015

Pflegetipps bei müden und beanspruchten Füßen

Fußbäder sind nicht nur eine Wohltat an kalten Wintertagen. Nach einem langen Spaziergang, bei Erkältungen oder einfach zur Pflege und Entspannung haben Fußbäder mittlerweile ihren festen Platz. Schon Pfarrer Sebastian Kneipp, bekannt für seine Wassertherapien, wusste um die positive Wirkung von Fußbädern. Je nach Wirkung, die man erzielen will, gibt es verschiedene Arten, die Füße zu baden:

Pflegendes Fußbad: Lange Spaziergänge, enge Schuhe, trockene Heizungsluft - die Füße müssen viel ertragen und sind pflegetechnisch oft das Stiefkind. Für ein pflegendes Fußbad genügen Tropfen Lavendelöl in eine Schüssel mit warmem Wasser. Das entspannt nicht nur, sondern wirkt auch reinigend und pflegend. Nach fünf Minuten Fußbad die Füße gründlich, besonders zwischen den Zehen, abtrocknen. Eine anschließende Bürstenmassage löst lose Hautschuppen. Für die Extraportion Pflege sorgt ein Klecks Fußcreme. Das hält die Haut geschmeidig und verhindert die Entstehung von Hornhaut.

Fußbad bei Schweißfüßen: Schweißfüße sind unangenehm. Ein Fußbad kann die Schweißbildung mindern. Ein Auszug aus Efeu und Eichenrinde hat sich hier bewährt. Efeu wirkt entzündungshemmend und desinfizierend, Eichenrinde hemmt die Schweißbildung. Mischen Sie die beiden Pflanzenbestandteile zu gleichen Teilen und übergießen Sie eine Handvoll davon mit einem Liter kochendem Wasser. Lassen Sie die Mischung etwa 15 Minuten ziehen und sieben Sie sie danach ab. Den Sud können Sie in eine Schüssel mit warmem Wasser (zirka 36 bis 40 Grad Celsius) geben und die Füße etwa zehn Minuten darin baden. Wiederholen Sie das Fußbad einmal täglich über mehrere Wochen. Statt Eichenrinde können Sie auch Salbeiblätter verwenden.

Fußbad gegen dicke Beine: Langes Stehen, Wärme oder Schwangerschaft – bei manchen schwellen die Beine und Füße so stark an, dass sie nur noch offene Schuhe tragen können. Vor allem Frauen leiden unter geschwollenen Beinen und Füßen, denn ihr Bindegewebe ist schwächer und reagiert zum Beispiel empfindlicher auf Hitze. Wassertreten ist eine Variante des kalten Fußbades. Sie brauchen kaltes Wasser von zirka 8 bis 18 Grad Celsius und ausreichend Platz. Am besten geeignet ist daher ein großer Eimer, eine Wanne oder die Badewanne mit einer rutschfesten Unterlage. Das Wasser sollte bis knapp unter die Kniescheibe reichen. Heben Sie jedes Bein abwechselnd so hoch, das die Fußsohle an der Luft ist (Storchengang). Im Schnitt sollte das Wassertreten 20 bis 129 Sekunden dauern, am besten „treten“ Sie täglich ein- bis zweimal. Als Faustregel gilt: Je kälter das Wasser, desto kürzer die Anwendung. Danach steigen Sie aus dem Wasserbehälter, streifen das Wasser mit den Händen nur ab und schlüpfen mit den Füßen in warme Socken. Zur Nacherwärmung gehen Sie eine halbe Stunde umher oder legen Sie sich hin.

Fußbad bei Erkältungen: Füllen Sie eine Schüssel mit warmem Wasser (etwa 35 Grad Celsius). Stellen Sie die Füße hinein und gießen Sie innerhalb von zirka 20 Minuten so viel heißes Wasser dazu, dass die Temperatur auf etwa 40 bis 45 Grad Celsius ansteigt. Bleiben Sie mit Ihren Füßen noch etwa fünf Minuten im heißen Wasser. Danach das Wasser nur abstreifen, warme Socken anziehen und ins Bett gehen. Um die Wirkung zu verstärken, können Sie zusätzlich noch fünf Tropfen Fichtennadelöl hinzugeben.

Fußbad bei Kopfschmerzen: Wechselbäder fördern die Durchblutung. Sie helfen vor allem bei Spannungskopfschmerzen und Migräne. Für ein Wechselbad benötigen Sie zwei große Eimer. Das Wasser sollte bis eine Handbreit unter die Kniescheibe reichen. Füllen Sie in den einen Eimer warmes Wasser (ungefähr 38 Grad), in den anderen kaltes Wasser (etwa 18 Grad). Halten Sie beide Beine etwa fünf bis zehn Minuten in das warme Wasser und dann für fünf bis zehn Sekunden in das kalte. Wiederholen Sie den Vorgang dreimal (Wichtig: Immer mit einem kalten Fußbad enden!). Streifen Sie danach das Wasser von den Füßen ab, ohne sie abzutrocknen. Ziehen Sie dicke Wollsocken an und laufen Sie herum. Das regt den Blutstrom in den Beinen zusätzlich an.

Fußbad gegen Fußpilz: Fußpilz ist oft ein lästiges Mitbringsel aus dem Schwimmbad. Hat es Sie erwischt, kann ein Fußbad die Heilung unterstützen. Geben Sie eine Tasse Apfelessig und eine halbe Tasse Salz in eine Schüssel warmes Wasser. Baden Sie Ihre Füße zweimal täglich für jeweils zehn Minuten. Wichtig: Trocknen Sie Ihre Füße nach dem Bad gut ab, vor allem zwischen den Zehen. (Text: K. Rothfischer / Quelle: NetDoktor)