Wer war Valentin?

Warum sich Liebende am 14. Februar beschenken

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14.02.2016

Mythen und Legenden rund um den Valentinstag

Jedes Jahr am 14. Februar, am Valentinstag, lassen tausende Verliebte wieder Blumen, Schokoherzen und Ringe für sich sprechen - doch völlig zu Unrecht wird diesem Tag unterstellt, er sei bloß eine Erfindung gewiefter Blumen¬händler und Schokoladen-fabrikanten. Vielmehr führt die Spur zu Valentin von Terni, Heiliger und Märtyrer der Liebenden. Zwar ranken sich v iele Mythen und Legenden um Herkunft, Bedeutung und Brauchtum, doch alle haben eines gemeinsam: Liebende sollen zueinander finden!

Priester, Bischof, Heiliger, Märtyrer!?
Valentin von Terni - in Überlieferungen mal einfacher römischer Priester, mal Bischof von Terni, mal beides - lebte im dritten Jahrhundert nach Christus im heutigen Italien. Angeblich konnte er Kranke und Verkrüppelte heilen und beschenkte Paare mit Blumen aus seinem Garten. Entscheidend dabei ist, dass Valentin Verliebte auch nach christlicher Tradition vermählte, also gegen staatlichen Willen Trauungen vornahm, und so gegen das Verbot des römischen Kaisers verstieß. Paare durften nicht kirchlich heiraten, das Christentum war als Religion verboten. Das hatte am Ende schlimme Konsequenzen für den Gottesmann:

Weil er sich die Ausübung seiner Religion nicht verbieten lassen wollte, wurde Valentin - der Überlieferung nach - am 14. Februar 269 in Rom enthauptet. Etwa 100 Jahre später wurde er heiliggesprochen. Weitere 100 Jahre später, also 200 Jahre nach seinem Tod im Jahre 496, erklärte Papst Gelasius den 14. Februar zum "Valentinstag".

Weitere mögliche Wurzeln:
Es gibt unterschiedliche Ansichten, wie und wann der Valentinstag entstanden ist. In Frankreich und in England - dem Land begeisterter Birdwatcher (Vogelbeobachter) - glaubte man, dass die Paarungszeit der Vögel am 14. Februar beginnt, also in der Mitte des zweiten Monats im Jahr. Das Gedicht The Parliament of Fowls (Parlament der Vögel) des englischen Dichters Geoffrey Chaucer darf in diesem Zusammenhang auch nicht fehlen: Es gilt als einer der frühesten literarischen Hinweise darauf, dass der St. Valentinstag als der Tag der Liebenden anzusehen ist.

Oder ist es das Fest für die römische Göttin Juno? Juno galt als Beschützerin von Ehe und Familie und wurde über ein Liebesorakel um Rat gefragt. Ihr zu Ehren brachten die Menschen am 14. Februar Blumenopfer und Geschenke. Andere Quellen berichten von einem altindischen Fest am 14. Februar, das dem Gott der Ehe gewidmet war: Der Tag der Liebesbotschaften und -schwüre.

Der Begriff Vielliebchentag löste beispielsweise die Verbindung zum heiligen Valentin ganz auf und belebte einen alten Brauch wieder: Man(n) heiratet die erste ledige Frau, der man am 14. Februar begegnet. Solche Ehen standen angeblich unter einem besonders guten Stern. Also, wer an diesem Tag bereits mit einem geliebten Menschen aufwacht - ran an die Blumen! (Textquelle: Newsletter02-16/web.de)