20.01.2009

Wenn die Haut austrocknet

Exsikkationsekzem / Fotoquelle: www.hautstadt.de
Trockene Haut leidet im Winter besonders stark. In den Räumen wird kräftig geheizt, die Luftfeuchtigkeit ist stark vermindert und die trockene Heizungsluft entzieht der Haut Feuchtigkeit. Durch heiße Wannenbäder zum Aufwärmen trocknet die Haut noch weiter aus. Manchmal kann sich dann auf der ohnehin schon trockenen Haut ein so genanntes Austrocknungsekzem entwickeln.

Das Bild der Haut erinnert bei dem so genannten „Exsikkationsekzem“ (Eczéma craquelé)
an ein ausgetrocknetes Flussbett mit tiefen Einrissen oder an gesprungenes Porzellan und ist während der Wintermonate stärker ausgeprägt als in der warmen Jahreszeit. Trockene, stark juckende, gelegentlich schmerzhafte, schuppende, eventuell gerötete Areale mit oberflächlichen, netzartig gemusterten Einrissen oder Fissuren prägen das Hautbild.

Wer unter einem Austrocknungsekzem leidet, sollte ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, auf Wollkleidung verzichten und satt Seifen milde Hautreinigungsprodukte mit hydrophilen Körperölen und danach rückfettende Hautpflegeprodukte verwenden. Statt hydrophilen Ölen können auch O/W- Emulsionen verwendet werden. Hautberuhigend und rückfettend wirken auch Ölbäder, ebenfalls hilfreich sind Harnstoffpräparate oder wundheilende Salben mit Dexpanthenol. Bei starker Entzündung oder stark ausgeprägtem Juckreiz kann auch eine entzündungshemmende Creme oder Salbe mit Glukokortikoiden helfen. (Quelle: P. Altmeyer: Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin / www.enzyklopaedie-dermatologie.de)