06.06.2007

Wenn Tattoos entfernt werden sollen

Foto: Hautstadt
Beim Tätowieren mit farbstoffbenetzten Nadeln kommt es zu einer oberflächlichen Verletzung der Blut- und Lymphgefäße. Daher kann es insbesondere bei der Anwendung unsauberer Tätowierungstechniken zur Übertragung chronischer Infektionen wie Hepatitis, AIDS, Tuberkulose und Syphilis kommen. Weiterhin können allergische Reaktionen auf die verwendeten Farbstoffe auftreten. In den fünfziger Jahren war in den USA die Zahl der Übertragungen von Hepatitis B durch professionelle Tätowierer so hoch, dass Tattoo-Studios in einigen Bundesstaaten verboten wurden.
Aufgrund verbesserter hygienischer Bedingungen sind diese Risikofaktoren heute deutlich seltener geworden als in früheren Jahrzehnten. Wichtig zu wissen ist, dass die Farbstoffe in der Haut lagern und dort zu Reizungen oder Allergien führen können. Eine Entfernung ist nur durch aufwendige Verfahren möglich, meist mit einem kosmetisch unbefriedigenden Ergebnis.

Zur Entfernung von Tätowierungen können sehr unterschiedliche Techniken angewendet werden. Aufgrund der Vor- und Nachteile dieser Methoden sollten Betroffene die Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren mit einem Hautarzt besprechen. Solche Verfahren basieren auf der Zerstörung der oberen Hautschicht mit chemischen Stoffen (Injektionen von Tanninsäure, Trichloressigsäure), die Hautschichten können mechanisch abgetragen (oberflächliche Dermabrasion) oder operativ entfernt werden, wobei häufig eine Hauttransplantation notwendig wird. Zudem gibt es thermische Verfahren (Hitzeeinwirkung) und Lasertechniken. (Quelle: Hautstadt)