28/08/2005

Wellness für Leib und Seele: ayurvedische Ernährungstipps

Essen hält Leib und Seele zusammen - diese Weisheit könnte von einem ayurvedischen Koch stammen. In der ayurvedischen Lebensphilosophie werden die Menschen in bestimmte Wesenstypen unterteilt (Dosha-Typus). Unter ayurvedischen Gesichtspunkten sollte das Ernährungsverhalten des Menschen eine ausgleichende Wirkung erzielen. Danach empfiehlt es sich nicht, diejenigen Lebensmittel zu essen, die dem eigenen Dosha-Typ entsprechen, sondern gegenteilige Nahrung zu sich zu nehmen, die ausgleichend wirkt. So sollte beispielsweise der schlanke, sehnig-rastlose "Vata-Typ" keine "Vata-Nahrungsmittel" wie Salate oder kalte Getränke zu sich nehmen, die trocken und kalt sind. Vielmehr sollte er sich mit warmen nahrhaften Gerichten ernähren: Eintöpfe, warme Milch, Reis, Suppe etc. Eine wichtige Rolle im Ayurveda spielen auch die sechs Geschmacksrichtungen der Nahrungsmittel. Idealerweise sollten alle in einer Mahlzeit enthalten sein oder über die gesamten Mahlzeiten verteilt wenigstens einmal pro Tag aufgenommen werden:

- Süß regt die Bauchspeicheldrüse an und beruhigt
- Sauer wirkt verdauungsfördernd
- Salz regt den Appetit an und beeinflusst den Wasserhaushalt
- Scharf kurbelt den Stoffwechsel an, reinigt und aktiviert
- Bitter stimuliert Leber und Galle
- Herb wirkt u.a. schleimhautberuhigend und belebend

Bei der Gestaltung der Ernährungsweise spielen Qualität und Frische der Nahrungsmittel eine wichtige Rolle. Ebenso sind bestimmte Lebensmittel nach der alten Heilmedizin unvereinbar, wenn sie gleichzeitig konsumiert werden. Dazu gehören beispielsweise Fisch und Milch oder saure Früchte und Milch. Sie führen zu Gleichgewichtsstörungen der "Doshas". Außerdem werden im Ayurveda Regeln zum richtigen Essverhalten wie Kauen, Trinken und Schlucken gegeben. Ebenso sollte man auch beim Essen auf Ablenkung wie Fernsehen oder Lesen verzichten. Der Geist soll sich rein auf den Geschmack der Nahrung richten. Nach der ayurvedischen Lehre hat der Geschmack nämlich nicht seinen Ursprung im Lebensmittel selbst, sondern in der individuellen Wahrnehmung des "Genießers".
(Quelle: www.g-netz.de/Das Gesundheitsnetzwerk)