08.09.2011

Gesundheit und Wohlbefinden durch ayurvedische Ernährung

Wellness am Esstisch

Fotoquelle: www.ayurveda-gesundheit.de
„Du bist, was du isst“ – die Wahrheit dieser Redewendung gipfelt in der Ernährungslehre des Ayurveda. Ganz allgemein und doch individuell zugleich. Denn welche Lebensmittel für wen gesund oder ungesund sind, entscheiden die jeweiligen Lebensenergien des Menschen, die den Körper beeinflussen – die Doshas. Sie sind die Grundlage der ayurvedischen Lehre und heißen Vata, Pitta und Kapha.

Ziel sollte es immer sein, diese drei Doshas im Gleichgewicht zu halten. Doch meist dominieren ein oder zwei Doshas. Für jeden Typ gibt es genaue Beschreibungen und Merkmale. Durch eine individuelle Diagnose, mit Hilfe eines Sachkundigen, kann der vorherrschende Typ bestimmt und somit der entsprechende Weg für die Heilung eingeschlagen werden. Durch das Halten des Gleichgewichtes zwischen den Doshas sollen ernsthafte Erkrankungen vermieden werden. Ein besonders wichtiger Teil fällt hier der Ernährung zu, da der Mensch das Produkt seines Essens ist.

Im Ayurveda heißen die gesunden Lebensmittel sattvische Nahrung. Sie sollen die Lebensdauer verlängern und die Zufriedenheit steigern. Zu diesem „Glücksessen“ zählen alle frischen Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Getreide, Früchte und Gemüse. Alle anderen Lebensmittel sollten am besten gar nicht oder zumindest maßvoll verzehrt werden. Chili, Zwiebeln, Knoblauch und Zucker sind mit Vorischt zu genießen, absolut tabu sind unter ayurvedischen Gesichtspunkten Alkohol und Fertignahrung.

In unserer Gesellschaft ist es meist nicht möglich, sich rein ayurvedisch zu ernähren, aber eine gesunde „indisch-europäische“ Mischung trägt bereits zu einem gesteigerten Wohlbefinden bei. In erster Linie ist es wichtig, sich individuell zu ernähren. Das bedeutet: Je nachdem, welches Dosha in einem Menschen vorherrscht, gibt es ganz spezielle Ernährungsempfehlungen für jeden Einzelnen.

Allgemein gelten aber für alle einige kleine, jedoch wichtige Regeln: So sollten man grundsätzlich nur dann essen, wenn man hungrig ist, und nie so viel, bis man völlig satt ist. Idealerweise enthalten die Mahlzeiten alle sechs Geschmacksrichtungen von süß, sauer, bitter und salzig bis herb und scharf. Das Mittagessen bildet die Hauptmahlzeit, zwischen den Mahlzeiten sollte nichts gegessen oder getrunken werden. Und, ebenfalls ganz wichtig: Es sollte nur in einer ruhigen Gemütsverfassung gegessen werden. Also Fernseher aus, Zeitung weg – und bewusst jeden Bissen genießen.