12.09.2008

Was oxidativer Stress für die Hautzellen bedeutet

Foto: pixelio
„Lebensprozesse in Zellen erfordern ein reduzierendes Milieu, das mit Hilfe einer Vielzahl antioxidativer Enzyme aufrechterhalten werden muss“ – so der Wissenschaftsjargon zum Thema oxidativer Stress. Das Phänomen ist uns aber auch aus dem täglichen Leben bekannt: So ändert ein aufgeschnittener Apfel oder ein Stück Fleisch schnell die Farbe und verdirbt mit der Zeit, weil der Luftsauerstoff chemische Reaktionen im Gewebe auslöst. Dadurch werden etwa Biomoleküle oxidiert. Verschiebt sich im Organismus das Gleichgewicht zu Gunsten von oxidativen Prozessen (in unserem Fall: bleibt ein aufgeschnittener Apfel zu lange an der Luft, bis er schließlich verschrumpelt), so spricht man von oxidativem Stress. Oxidativer Stress wird unter anderem mit der Alterung von Körperzellen in Verbindung gebracht, sichtbar wird er zum Beispiel im Hautbild.

Als Idealbild sprechen wir zwar von Pfirsichhaut, aber tatsächlich ist unser Hautbild mit dem Apfel vergleichbar – nur dass das „Verschrumpeln“ bei der Haut zum Glück wesentlich länger dauert. Aber die Prinzipien, in dem Fall: der oxidative Stress für die Zellen, sind ähnlich. Die so genannten Anti-Oxidanzien, wie wir sie in allen Anti-Aging-Produkten vorfinden, schützen demnach vor dem oxidativen Zellstress, indem sie die Reaktionskette im Organismus, die schließlich zum Zelltod führt, rechtzeitig unterbricht bzw. unterbindet.

Natürlich ändert sich unser Hautbild mit der Zeit, da die Haut und in ihr die Hautzellen leben. Aber günstige äußere Einflüsse und eine entsprechende Hautpflege können dafür sorgen, dass unsere Haut auch „nach längerer Zeit“ eher dem Pfirsich gleicht als dem vertrockneten braunen Apfelstück. Übrigens: einige Tropfen Zitrone schützen den Apfel vor der Verfärbung. Vitamin C ist u.a. auch in den meisten Anti-Aging-Produkten enthalten. Vitamin C wirkt schädlichen Oxidationsprozessen in den Zellen und Geweben entgegen und ist an der Kollagensynthese beteiligt. Es fördert die Vernetzung von Kollagenfasern und trägt so zur Festigung und Straffung des Bindegewebes bei. Allerdings hat Ascorbinsäure in höheren Konzentrationen eine negative Wirkung auf die Hautbarriere. Deshalb: weniger ist manchmal mehr.