03.01.2012

Nageldiagnostik

Was Nägel verraten

Grafik: © Prof. h. c. Ernst Issberner-Haldane/Quelle: www.as
„Zeige mir deine Fingernägel und ich sage dir, wie du dich fühlst“ – mit diesem Motto könnte man die moderne Nageldiagnostik bezeichnen. In der Heilkunde deuten nämlich bestimmte Nagelmerkmale auf mögliche Krankheiten hin.

Uhrglasnägel: Sind die Nägel besonders groß und in der Längsrichtung übermäßig gewölbt, kann das auf Herz-, Lungen- oder Lebererkrankung oder einen schlechten Allgemeinzustand deuten.
Tüpfelnägel: Die Tüpfelform könnte ein Indiz für Psoriasis (Schuppenflechte) sein.
Löffelnägel: Zeigt die Nagelplatte eine muldenförmige Eindellung und der Nagel eine erhöhte Brüchigkeit, könnte Eisenmangel im Spiel sein.
Längsrillen: Störungen im Stoffwechsel, Magen, Darm, in der Leber sowie Vitamin-A- und Vitamin-B-Mangel könnten die Ursache sein.
Querfurchen: Schwere Magen-Darm-Erkrankungen, Vergiftungen oder Hepatitis können diese Furchen auf den Nägeln hinterlassen.
Vergrößerte Lunula: So bezeichnet man das „Möndchen“ im Nagel. Für Lunula-Vergrößerung kann eine Niereninsuffizienz verantwortlich sein.
Weiße Nagelflecken: Die Verhornung ist gestört, Pilzentzündungen sind möglich.

Farbveränderung: Weißliche Nägel deuten auf Leber- oder Nierenerkrankungen, bläuliche auf Sauerstoffmangel im Blut, eine gelbe Farbe weist auf Mykosen oder Psoriasis, sind die Nägel schwarz, besteht Verdacht auf ein Melanom.

Brüchige Nägel: Ständiger Wasserkontakt, Anwendung von qualitativ minderwertigem Nagellack, Schilddrüsenüberfunktion oder Vitaminmangel (A, B, Eisen) können für die Brüchigkeit ursächlich verantwortlich sein. (Quelle: Kompendium Innere Medizin für Heilpraktiker)