03.04.2011

SRF: Sonnenbräune kein Zeichen für Hautschädigung

Wann Bräune gesund ist

Fotoquelle: Vitalcenter-beckers.de
Der Frühling hält Einzug und mit ihm die sonnigen Tage, die nach draußen locken und zum Sonnenbad einladen. Verunsichert durch Ratschläge, den Aufenthalt im Freien weitestgehend zu vermeiden, fragen sich viele: "Ist Sonnenbräune ein Zeichen für eine Schädigung der Haut? "Nein", erklärt Ad Brand vom Sunlight Research Forum SRF), "vielmehr reagiert der menschliche Körper mit dieser Pigmentierung auf die Sonnenstrahlung, um eine Überdosierung zu vermeiden. Ähnlich wie beim Schwitzen, mit dem der Körper hohe Außentemperaturen ausgleicht, um die Körpertemperatur nicht übermäßig ansteigen zu lassen, handelt es sich bei der Bräunung um einen körpereigenen Schutzmechanismus."

Denn einerseits benötige der menschliche Organismus Sonnenlicht, um eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D sicherzustellen. Dieses Vitamin wird durch die UV-Strahlung des Sonnenlichts angeregt und zu über 90 Prozent über die Haut produziert. Andererseits drohe bei einer Überdosierung mit Sonnenlicht Sonnenbrand, der die Haut schädige und zu Hautkrebs führen könne. Der "Bräunungsmechanismus" diene gerade in mittleren geographischen Breitengraden der Anpassung an die je nach Jahreszeit oder Aufenthaltsort unterschiedliche Intensität der Sonnenstrahlung.

"Sonnenbräune ist demnach durchaus ein Zeichen für Gesundheit", stellt Ad Brand fest und betont: "Sonnenlicht gänzlich zu meiden ist ebenso falsch wie ein Zuviel an Besonnung. Es gilt vielmehr, sich maßvoll unter dem Sonnenlicht aufzuhalten, um die für unsere Gesundheit lebenswichtigen positiven Effekte mitzunehmen und Erkrankungsrisiken zu vermeiden."