06.04.2007

WALA - Heilmittel GmbH, Dr. Hauschka Kosmetik

Wala Pflanze des Monats April: Kakao

Kakao/Foto: Wala Heilmittel GmbH
Kakao wächst auf Bäumen. Der natürliche Lieferant der geliebten Schokolade ist ein für seine tropische Heimat in Zentralamerika ein recht kleiner Baum, der fünf bis zehn Meter hoch im Schatten hoher Tropenbäume wächst und eine Stammdicke von an die 25 Zentimeter ausbildet. Die kleinen, weißen oder roten Blüten wachsen nicht wie bei anderen Bäumen an den Astspitzen, sondern direkt aus dem Stamm, ein Phänomen, das die Botaniker als Kauliflorie bezeichnen. Ameisen und Läuse bestäuben die Blüten. Die bis zu 25 Zentimeter langen, nach unten zugespitzten Kakaofrüchte hängen direkt vom Stamm herab. Eingebettet in ein weiches, süßliches Fruchtfleisch liegen zahlreiche mandelförmige Samen, die Kakaobohnen, die Fett, Theobromin, geringe Mengen Coffein und Polyphenole enthalten. Aus den fettreichen Samen lässt sich neben dem Kakaopulver durch Abpressen und Filtrieren die so genannte Kakaobutter gewinnen. Sie findet nicht nur in der Schokoladenindustrie Verwendung, sondern als Grundmasse für Zäpfchen und als Hautpflegemittel. Kakaobutter zieht schnell ein, macht die Haut geschmeidig und glättet sie.

Von der Kakaobohne bis zur verzehrbaren Schokolade ist ein weiter Weg. Nach der Ernte müssen die Kakaobohnen fermentiert werden. Man breitet sie dazu aus und deckt sie mit Blättern ab, unter denen sich in den tropischen Herstellerländern Temperaturen bis zu 50 °C entwickeln. Durch diese hohe Temperatur lösen sich die Bohnen vom Fruchtfleisch, sie keimen kurz auf und trocknen danach ein. Die vorher gelblich-weißlichen Kakaobohnen erhalten ihre charakteristische braune Farbe und ihren typischen Geschmack. Nach dem Fermentieren werden die Bohnen bis zu zwei Wochen in der Sonne getrocknet, danach sind sie lagerfähig. Für die Herstellung von Kakaopulver oder Kakaobutter werden die so behandelten Bohnen geröstet und danach aufgebrochen, um die Schalen zu entfernen. Diese Schalen finden Verwendung in Teemischungen, als Dünger sowie als Futter für Geflügel. Danach folgen Veredelungsschritte des Kakaobruchs, bei denen der Schokoladengeschmack verbessert wird. Beim anschließenden Mahlen und Erhitzen tritt die Kakaobutter aus, die sich vom Kakaopulver abpressen lässt.

Kakao enthält Polyphenole – das sind Farbstoffe, Geschmackskomponenten und Gerbstoffe, mit der die Pflanze Fressfeinde abwehrt oder bestäubende Insekten anlockt. Polyphenole haben auf den menschlichen Organismus vermutlich eine gesundheitsfördernde Wirkung. Sie sollen entzündungshemmend wirken, Körperzellen vor freien Radikalen schützen und Fettablablagerungen in den Blutgefäßen reduzieren. Endlich scheint es bewiesen: Schokolade ist gesund. So auch für unsere Haut: Bei Wala ist die Pflanze bzw. Kakaobutter in den Dr. Hauschka-Produkten Augenbalsam, Gesichtsöl und Lippenkosmetikum enthalten. Sie stammt aus fairem Handel aus Bolivien. Dort schlossen sich 1977 fünf Dorfgemeinschaften zusammen, um die Verarbeitung und Vermarktung des angebauten Kakaos selbst in die Hand zu nehmen. Heute zählen mehr als 30 Dorfgemeinschaften zu der Genossenschaft, die den kompletten Anbau biozertifizieren ließ.