03.10.2007

Wala-Pflanze im Oktober: Ackerschachtelhalm

Fotos: Wala Arzneimittel GmbH
Er heißt auch Fegekraut, Katzenwedel, Pfannebutzer, Pferdeschwanz oder Zinnkraut, sieht filigran aus und fühlt sich kratzig an: der Ackerschachtelhalm. Er ist so hart, dass die Menschen früher Zinn mit ihm putzten (daher der Name), und dabei so spröde, dass er leicht bricht. Der Ackerschachtelhalm gehört zu den urtümlichsten Pflanzen und bedeckte vor etwa 350 Millionen Jahren zusammen mit Farnen und Bärlapp riesige Wälder. Der Schachtelhalm wächst zum größten Teil unterirdisch und besteht aus bis zu 10 % Kieselsäure, Kaliumsalze, Flavonoide und Kaffeesäurederivate.

Schachtelhalm fördert die Wasserausscheidung, ohne dabei verstärkt Natrium- und Kaliumionen mit auszuspülen, und spielt deshalb eine wichtige Rolle bei Durchspülungstherapien. Ferner hilft er bei rheumatischen Beschwerden und stoffwechselbedingt angeschwollenen Beinen. Durch seinen hohen Gehalt an wasserlöslicher Kieselsäure besitzt Schachtelhalm eine zusammenziehende, aufbauende Kraft auf das Bindegewebe. Äußerlich angewendete Schachtelhalmzubereitungen regen den Hautstoffwechsel an und wirken festigend, stärkend und reinigend auf das Bindegewebe. Dies ist bei schlaffem Gewebe, schlecht durchbluteter, unreiner Haut und brüchigen Haaren und Nägeln besonders wichtig. Schachtelhalmbäder leisten gute Dienste bei Durchblutungsstörungen, Schwellungen, Frostbeulen und schlecht heilenden Wunden. Berühmt wurde der Schachtelhalm wegen seiner blutstillenden Wirkung. Der römische Gelehrte Plinius der Ältere (23-79) behauptete, es genüge bereits, den Schachtelhalm in der Hand zu halten, um eine Blutung zu stillen. Sebastian Kneipp (1821-1897) machte den zwischenzeitlich in Vergessenheit geratenen Schachtelhalm wieder bekannt und setzte ihn zur Wundheilung, gegen Rheuma und Gicht ein.

Die Pflanze bei WALA: Schachtelhalm verleiht dem Wasser Struktur und kann diese Fähigkeit als Heilpflanze weitergeben. Indem er den Wasserhaushalt im Menschen reguliert und die Nierenfunktion anregt, verstärkt er Ausscheidung und Reinigung und entlastet damit die Gelenke, das Bindegewebe und die Haut. Die in Dr.Hauschka Kosmetik verwendeten Ackerschachtelhalm-Auszüge werden nach einem speziellen rhythmischen Verfahren selbst hergestellt und finden sich in Dr.Hauschka Moor Lavendel Körperöl und im Shampoo Aprikose Sanddorn. Schachtelhalmauszüge sind Bestandteil verschiedener WALA Arzneimittel, zum Beispiel WALA Cantharis Blasen Globuli velati gegen Blasenentzündungen, Disci-Präparate gegen Wirbelsäulenbeschwerden und Solum-Zubereitungen, die bei rheumatischen Erkrankungen, Wetterfühligkeit und Neuralgien helfen.