03/05/2007

Wala-Pflanze im Mai: Löwenzahn

Foto: Wala Heilmittel GmbH
Wenn der Löwenzahn blüht, ist der Frühling gekommen! Die Köpfchen, deren Einzelblütchen allein aus Zungenblüten bestehen, öffnen sich dabei nur in der vollen Sonne, an trüben Tagen schließen sie sich. Weniger erfreut sind oftmals Rasenbesitzer über diesen mehrjährigen, milchsaftführenden Korbblütler. Die Wurzel wächst pfahlartig bis zu 50 Zentimeter tief und verankert die Blattrosette fest mit der Erde. Ausgrabversuche enden meist mit abgerissenen, tief im Grund verbleibenden Wurzelstücken, aus denen der Löwenzahn munter weiterwächst. Überhaupt ist diese kleine Blume ein anpassungsfähiger, sehr verschieden wachsender Überlebenskünstler, der überall gedeiht, wohin seine Samen fliegen – sei es in Asphaltrissen oder auf Dächern und in Mauerfugen. Mädchen orakelten früher mit den Pusteblumen: Sie pusteten kräftig die Samen weg. Die Anzahl der stehen gebliebenen Samen verriet ihnen, wie viele Jahre sie noch bis zu ihrer Hochzeit warten müssten.

Als Heilpflanze fand der Löwenzahn erstmals nachweislich in der Renaissance bei dem Buchdrucker Johann Prüß (1447-1510) Erwähnung, eine ausführliche Beschreibung lieferte 1539 der Botaniker, Arzt und Prediger Hieronymus Bock (1498-1554) in seinem Hauptwerk „Das Kreütter Buch“. Darin beschreibt Bock neben den Heilwirkungen des Löwenzahns ein Schönheitswässerchen, das aus dem Kraut und der Wurzel des Löwenzahns hergestellt wurde. Die Frauen seiner Zeit verwendeten es gegen Sommersprossen und um die Haut zu klären. Der Milchsaft fand im Mittelalter Einsatz gegen Warzen und Augenentzündungen. Zusätzlich sollte ein Amulett mit sieben an Sankt Bartholomäus ausgegrabenen Löwenzahnwurzeln gegen Augenleiden schützen. Die chinesische Medizin setzt Augen und Leber in einen energetischen Zusammenhang, leberwirksame Heilpflanzen wie der Löwenzahn sollen deshalb gleichzeitig gegen Augenentzündungen helfen.

Dank seiner Inhaltsstoffe (Bitterstoffe, Inulin, Flavonoide, Milchsaft mit Kautschuk) regt der Löwenzahn die Stoffwechselaktivitäten im Körper an. Er erhöht die Aktivität von Nieren sowie Leber und bessert das Allgemeinbefinden geschwächter Menschen. Wegen seiner entschlackenden Wirkung ist er Bestandteil von Frühjahrs- und Herbstkuren, kann einer Gallensteinbildung entgegen wirken und hilft bei Rheuma und Gicht. Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden vermag er ebenfalls zu lindern: In seinem Wesen und durch seine anregenden Bitterstoffe steht er in Beziehung zur Galle sowie zur Leber, die laufend Stoffe umwandelt und anpasst. Sind Prozesse im Körper gestaut, oder sind Leber und Galle in ihrer Stoffwechselfunktion ermüdet, hilft der aktive Löwenzahn. So zum Beispiel in WALA Anagallis comp. zur Anregung der Stoffwechselfunktion bei Leber-Galle-Krankheiten sowie WALA Aquilinum comp. und WALA Gentiana Magen Globuli velati bei Verdauungsschwäche. (Quelle: Wala)