05.04.2008

Wala-Pflanze im April: Rotklee

Rotklee/Foto: Wala
Aus fast jeder Wiese lugen von Mai bis September die kugeligen rotweißen Köpfe des Rotklees. Wie alle Schmetterlingsblütler geht der Rotklee – auch Futter-, Honig- oder Wiesenklee genannt - in den Wurzeln eine Symbiose mit den so genannten Knöllchenbakterien ein, um die Stickstoffversorgung zu optimieren. Stickstoff ist essentiell wichtig für den Aufbau von Proteinen und dem Erbmaterial DNA.
Erste Erwähnungen des Kleeanbaus stammen aus dem 11. Jahrhundert. Hildegard von Bingen (ca. 1098-1179) wies in ihrer "Physica" auf die Heilwirkungen des Rotklees hin, ebenso ihre Kollegen in den Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts. Weniger als Futterpflanze oder heilkräftiges Kraut ist uns der Klee vertraut. Vielmehr ist es der Glücksklee mit seinen vier Blättern, der besonders zur Jahreswende weite Verbreitung findet. Dabei erliegen wir heutzutage zwei Irrtümern. Die vier Blätter sind eigentlich eines, das aber viergliedrig unterteilt ist. Zweitens ist der in vielen Geschäften verkaufte Glücksklee ein Sauerklee und damit überhaupt nicht mit unserem Klee verwandt, der traditionell eigentlich der Glücksbringer ist. Zurück geht dieser alte Glaube auf die Zeit der Kelten, wenn man außer Acht lässt, dass bereits Eva bei der Vertreibung aus dem Paradies einen vierblättrigen Klee zur Erinnerung an die glücklichen Tage mitgenommen haben soll. Den Kelten galt der Göttinnen geweihte Klee als Glückssymbol und Talisman gegen böse Geister, der Zauber abwehren konnte oder hellseherische Fähigkeiten verlieh. In blühendem Klee sah man die Fußstapfen der keltischen Göttin, schon allein deshalb war er segensreich.

Durch seine Gerbstoffe hilft Rotklee gegen Schleimhautentzündungen verschiedenster Art, zum Beispiel innerlich bei Durchfall. In Form von Umschlägen fördert er die Wundheilung. Die Volksmedizin nutzt Rotkleetee gegen Husten. Rotklee ist zudem besonders reich an Isoflavonen – Substanzen, die den Östrogenen sehr ähnlich sind und deshalb auch als Phytoöstrogene bezeichnet werden. Die Haut unterstützen sie bei vorzeitigen Alterserscheinungen. Innerlich helfen isoflavonreiche Rotkleeextrakte bei Wechseljahrsbeschwerden, und das bei sehr guter Verträglichkeit.

Rotklee in Dr.Hauschka Kosmetik: Für das Regenerations Serum und die Regenerations Creme verarbeiten WALA Mitarbeiter Rotklee aus kontrolliert-biologischem Anbau. Sieben Tage lang darf der Ansatz in großen Steinzeugtöpfen reifen. Morgens und abends rühren WALA Mitarbeiter die entstehende Essenz kräftig um und lassen dabei Licht an die ansonsten dunkel stehende Flüssigkeit. Ein rhythmisches Verfahren, das die Polaritäten der Natur in die Essenz einfließen lässt.