04.11.2006

WALA Heilmittel GmbH

Wala-Pflanze des Monats November: Pestwurz

Pestwurz/Foto: Wala Arzneimittel
Die Pestwurz - auch Großer Huflattich oder Wilder Rhabarber genannt - steht am liebsten im Uferbereich von Gewässern. Im Winter zieht sich die Pflanze, die aus Europa und Asien kommt, in ihren dicken Wurzelstock zurück, der kriechend zusammenhängende Flächen bewächst und befestigt. Der wissenschaftliche Name Petasites leitet sich von dem lateinischen Wort "petasus" oder griechisch "petasos" = großer, breitkrempiger Hut ab; möglicherweise ein Vergleich mit den großen Blättern, die manche Völker als Sonnenhut verwendeten. Bereits die Kelten verwendeten die Pestwurz zur Wundheilung. Ihren deutschen Namen erhielt die Pestwurz im Mittelalter, wo sie als Mittel gegen die Pest galt. Die schweißtreibende Wurzel sollte die todbringende Krankheit durch eine Schwitzkur vertreiben; ein Versuch, der nicht von Erfolg gekrönt war. Vielleicht linderten die frischen, auf Pestbeulen aufgelegten Blätter zumindest die Schmerzen.

In der Medizin ist die Pestwurz vielseitig einsetzbar: Sie wirkt krampflösend und krampfstillend, schmerzlindernd, setzt den Tonus der glatten Muskulatur herab (spasmolytisch), ist vegetativ ausgleichend und beruhigend. Wegen dieser Eigenschaften helfen Zubereitungen der Pestwurz gegen Krampfhusten, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Herzbeschwerden durch Koronarspasmen, nervös bedingte Gallenbeschwerden, Funktionsstörungen im Magenbereich, Darmkrämpfen, Reizblase, Harnsteine und krampfartige Menstruationsbeschwerden. Besonders bei der Prophylaxetherapie der Migräne konnten erstaunliche Ergebnisse mit Pestwurz-Wurzelextraken erzielt werden. Ebenfalls gute Ergebnisse lassen sich mit Pestwurz bei der Heuschnupfen-Behandlung erzielen.

Pestwurz bei Wala: In den WALA Arzneimitteln Petasites comp., Plantago Bronchialbalsam und Plantago Hustensaft hilft Pestwurz bei Erkrankungen der Luftwege, zum Beispiel bei akuter oder chronischer Bronchitis.