19.06.2009

Wala Heilmittel GmbH Pflanzenportrait

Wala-Pflanze des Monats Juni: Tigerlilie

Foto: Wala Heilmittel GmbH
Besonders auffällig und ein wenig exzentrisch schaut uns die Tigerlilie mit ihren orangefarbenen Blüten an, die mit dunkelroten Flecken geschmückt sind. Die in China beheimatete Lilie blüht von Juli bis August und kann noch viel mehr, als nur hübsch auszusehen:

Die Chinesische Medizin schätzt die Tigerlilie bereits seit mehr als 2.000 Jahren. Im „Shen-nung-pents’ao-king“, einer Abhandlung über Arzneistoffe, die in der Han-Dynastie vor etwa 2.000 Jahren entstand, war sie als Arzneimittel gegen Husten und Lungenerkrankungen erwähnt. Diese wichtige medizinische Abhandlung soll sich auf das Wissen von Kaiser Shen-nung beziehen, eine sagenumwobene Gestalt, die vor 5.000 Jahren gelebt, den Menschen die Kunst des Ackerbaus beigebracht und in Selbstversuchen ein umfangreiches Wissen über Heilpflanzen erlangt haben soll. Shen-nung heißt übersetzt „Göttlicher Bauer“. In den Westen gelangte die Tigerlilie erst im 19. Jahrhundert. Der US-Amerikaner William Payne (1845-1903) soll 1867 erstmals außerhalb Asiens das homöopathische Bild der Tigerlilie beschrieben haben. Wegen ihrer Zwiebel, die man in China als Gemüse isst, bauen die Chinesen die Tigerlilie bis heute als Feldkultur an. Der Geschmack der Zwiebel ist leicht bitter und erinnert an Pastinaken. Getrocknet und gemahlen eignet sich die sehr stärkehaltige Zwiebel zum Andicken von Suppen und Soßen. In ihrer Heimat ist die Tigerlilie zudem Symbolpflanze vieler Gottheiten.

Die Pflanze bei Wala: In der Tigerlilie ringen zwei Kräfte miteinander: das Lichte und das Schwere. Der Stängel wächst gerade dem Licht entgegen, wie ein wirbelnder Sternenkranz umgeben ihn die Blätter. Die in der Tigerlilie feurig intensiven, aber der Schwere unterliegenden Blütenprozesse normalisieren Entzündungen der weiblichen Geschlechtsorgane, zum Beispiel im Wala Majorana Vaginalgel.