08.12.2007

Wala-Pflanze des Monats Dezember: Lärche

Lärchenblüte/ Fotoquelle: Wala Arzneimittel GmbH
Spätestens im Herbst und Winter lässt sich die Lärche leicht von den anderen Nadelbäumen unterscheiden. Für ihre Verwandten untypisch wirft dieser elegante Baum zum Winter hin seine Nadeln ab, nachdem sie leuchtend gelb geworden sind. Ein vertrautes Bild bei einem Winterspaziergang im Wald sind die vielen Lärchennadeln und abgestorbenen Lärchenäste auf dem Waldboden. Im folgenden Frühling treibt die bis zu 50 Meter hoch wachsende Lärche neue, kräftig hellgrüne Nadeln. Seit dem Altertum galt die Lärche als heiliger, schützender Baum. So zieren in manchen Gegenden Deutschlands Lärchenzweige die Türen und Fenster, die so genannten Hexenrüttel, die vor bösen Geistern und Blitzschlag schützen sollen. Südslawen hängen ihren Kindern ein Stück Lärchenrinde um den Hals, um den bösen Blick abzuwehren. Den guten Waldfeen, so sagt man, behagen die Lärche ebenfalls gut. Sie sollen sich gerne in den lichten Lärchenhainen aufhalten und irregelaufenen Wanderern wieder auf den rechten Weg verhelfen.

In der Medizin kommt vor allem das aromatische Lärchenharz zur Anwendung, das natürlich aus dem Baumstamm austritt. Das Harz ist zudem Quelle des Lärchenterpentins, das entzündungshemmend wirkt. Es findet Einsatz bei rheumatischen Beschwerden, Furunkeln, Abszessen und Entzündungen der Atemwege. Die Anthroposophische Medizin setzt Lärchenharz bei degenerativen Prozessen und Ermüdungserscheinungen der Augen ein. Lärchenharz war bereits in der Antike sehr begehrt als Quelle des so genannten Venezianischen Terpentins. Noch heute nutzt die Industrie dieses Harz zur Herstellung von Lacken und Klebstoffen für Glas und Porzellan. Manche Pflanzen, zum Beispiel die Manna-Esche (Fraxinus ornus) oder die Eichenmanna-Arten Quercus vallonea und Quercus persica, scheiden eine Flüssigkeit aus, die zu 80 Prozent aus dem Zuckeralkohol Mannit besteht, der unter anderem als Zuckeraustauschstoff Verwendung findet. Dieser als Manna bezeichnete Pflanzensaft findet sich auch bei der Lärche.

Die Pflanze bei WALA: Lärchenharz ist ein Bestandteil vieler WALA Arzneimittel, zum Beispiel: WALA Plantago Bronchialbalsam, Berberis/Apis comp. gegen Blasenentzündungen und Reizblase, Chelidonium comp. Augentropfen bei trockenen Bindehautentzündungen und Ermüdungszuständen, Echinacea/Viscum comp., Gelatum bei Narben und entzündlichen Hautbeschwerden, Juniperus/Berberis comp., Kapseln zur Therapie von Nierensteinen, Gicht und Blähungen, Resina laricis-Bademilch bei Neigung zur Verhärtung und Ablagerung, Sambucus comp. bei wechseljahrsbedingten Störungen und bei Erkrankungen der oberen Luftwege. Für die Dr.Hauschka Spülung Jojoba Eibisch wird aus Lärchenholz mit heißem Wasser ein Extrakt gewonnen, der sich schützend um die Haare legt, ohne sie zu verkleben.