01.12.2008

Wala-Pflanze des Monats Dezember: Hopfen

Hopfen/Foto: Wala Arzneimittel
Die meisten Menschen denken bei dem Wort Hopfen sofort an des Deutschen liebstes Getränk. Dabei ist die Schlingpflanze noch aus ganz anderen Gründen beachtenswert: Der aus Vorderasien und Osteuropa stammende Hopfen ist zweihäusig, das heißt, es gibt Pflanzen mit rein männlichen und Pflanzen mit rein weiblichen Blüten – die Blüten der meisten anderen Pflanzen enthalten sowohl die weiblichen als auch männlichen Anteile in sich vereint. Medizinische Verwendung finden meistens die weiblichen Blütenstände. Der Hopfen enthält folgende Inhaltsstoffe: Harze, unter anderem Humulon und Lupulon, ätherische Öle, Polyphenole. Er besitzt mehrere Wirkungsrichtungen: Neben Baldrian ist er eines der wichtigsten pflanzlichen Mittel gegen nervöse Erregung, Einschlafstörungen und leichte Depressionen. Zudem regt er den Appetit an, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Die Homöopathie setzt Hopfen zusätzlich als Magenmittel bei nervös bedingten Magenbeschwerden ein. Die Hausmedizin verwendet ihn bei Blasenentzündungen und behandelt mit ihm Geschwüre und Hautverletzungen.

Hopfen ist am besten bekannt als Rezeptbestandteil des Bieres. Er ist nicht nur für den würzigen Geschmack verantwortlich, sondern verbessert zudem die Schaumfestigkeit und die Haltbarkeit des Bieres. Für die Bierherstellung verwendet man ausschließlich die weiblichen Blüten, die allerdings nicht befruchtet sein dürfen. Gelangen Samen in das Bier, fällt der Schaum wesentlich schwächer aus. Deshalb nehmen die Hopfenanbauer nur weibliche Pflanzen in Kultur. Deren Pflege gehört zu den anspruchsvollsten in Europa. Die Kletterpflanze benötigt riesige Spaliere mit sieben Meter langen Holzstämmen und dazwischen gespannten Drahtgeflechten, die die Hopfenanbaugebiete weithin sichtbar prägen. Der Anbau gilt als Sonderkultur und wird zertifiziert, qualitätsgarantierende Siegel dokumentieren die Anbaurechte. Das größte Anbaugebiet für Hopfen weltweit ist übrigens Deutschland.
Im Mittelalter wurde das mit Hopfen abgerundete Bier für die Klosterbewohner eine wichtige Fastenspeise, die nicht nur nahrhaft war, sondern gleichzeitig die sexuelle Erregung dämpfte, was auf östrogenartig wirkende Inhaltsstoffe des Hopfens zurückzuführen ist. Im slawischen Raum galt Hopfen hingegen als Fruchtbarkeitssymbol, die dortigen Volksstämme überschütteten ihre Bräute mit Hopfen und bekränzten sie mit ihm. Diese Deutung scheint dem Einsatz als Anaphrodisiakum zu widersprechen. Allerdings hemmen phytoöstrogenhaltige Pflanzen den Geschlechtstrieb bei Männern, sollen ihn bei Frauen hingegen fördern.

Hopfen bei Wala: Hopfen rundet die Komposition des Dr.Hauschka Pflegeöl Mandel Johanniskraut ab, das sensible und trockene Haut beruhigt. WALA Passiflora Nerventonikum, eine Zubereitung mit Passionsblume (Passiflora caerulea) und Hopfen, hilft bei Unruhezuständen und Schlafstörungen.