06.08.2006

WALA Heilmittel GmbH

Wala-Pflanze des Monats August: Kümmel

Kümmel/Foto: Wala Arzneimittel/Dr. Hauschka
Kümmel kennt eigentlich jeder. Sofort denkt man bei dem Namen an Krautsalat, Zwiebelkuchen und kräftige Brotsorten, die mit Kümmel gewürzt werden. Die kleinen länglichen, schwarzen Kümmelkörner sind die Früchte einer Pflanze, die zu den sogenannten Dolden gehört - wie auch die Möhre und der Dill. In seinen Standorten ist der Kümmel nicht besonders wählerisch. Es gefällt ihm auf Wiesen, Weiden und Grasflächen genauso wie an Wegrändern, Böschungen und Bahndämmen. Seine ursprüngliche Heimat ist Nord- und Mitteleuropa sowie Asien und Marokko.

Der wissenschaftliche Name "Carum" leitet sich aus dem arabischen "karwija" ab, das im Altdeutschen zu "karvey" wurde. Die Bezeichnung "Kümmel" soll sich vom assyrischen "kamunu" = Mäusekraut oder hebräischen "kammon" ableiten, das im lateinischen zu "cuminum" wurde. Alle Namensursprünge beweisen auf jeden Fall, dass man schon früh um die Heilkraft des Kümmels wusste. In einer weitverbreiteten Sage heißt es, dass die Zwerge (Holz-, Waldweibchen) durch Kümmelbrot vertrieben werden. Sie rufen "Kümmelbrot macht Angst und Not", "Kümmelbrot, unser Tod" oder "...back keinen Kümmel ins Brot, so hilft dir Gott in aller Not". Gegen Dämonen soll der Kümmel wirken, wenn er Toten (zusammen mit Salz) in den Sarg gegeben, in die Schweineställe gestreut wird, um alle Krankheiten abzuhalten, oder wenn man am Gründonnerstag Kümmelplätzchen isst, um das ganze Jahr vor Flöhen verschont zu bleiben.

Aufgrund seiner Inhaltsstoffe (ätherisches Öl aus Limonen, Carveol, Dihydrocarvon, Carvon u.a.) ist Kümmel das Mittel der Wahl bei Blähungen. Weitere Anwendungsgebiete sind Völlegefühl, leichte krampfartige Magen-Darm-Störungen sowie nervöse Magenbeschwerden. Auch bei Verdauungsbeschwerden von Säuglingen hat sich der Kümmel sehr bewährt. In der Volksmedizin wird Kümmel als Magenmittel, gegen Koliken, Galle- und Leberbeschwerden sowie als Hustenmittel eingesetzt. Die Verwendung als Beruhigungsmittel für Kleinkinder lässt sich wohl auf die blähungsmindernde Wirkung zurückführen. Kümmelfrüchte, in Säckchen verpackt und auf einer Herdplatte vorsichtig erwärmt, werden gerne als Auflage bei rheumatischen Zahn- und Kopfschmerzen verwendet. Auch in der Tierheilkunde hat der Kümmel seinen Platz: Hier wird der Tee gegen Koliken bei Pferden und Rindern eingesetzt.

In WALA Arzneimittel findet sich der Kümmel in mehreren Präparaten gegen Blähungen und Verdauungsstörungen, so zum Beispiel in Carum carvi Zäpfchen, Bolus alba comp. Pulver und Chelidonium Kapseln. Speziell für Kinder entwickelt wurden Carum carvi Kinderzäpfchen. Gegen Blähungen bei Säuglingen hat sich besonders das Kümmelöl enthaltende Melissenöl bewährt, mit dem der Bauch des Kindes sanft eingerieben werden kann. In Akne-Kapseln findet Kümmelöl seinen Platz aus dem Wissen heraus, dass eine unreine Haut häufig in Zusammenhang mit einer gestörten Verdauung steht.