06.04.2006

WALA Heilmittel GmbH

Wala-Pflanze des Monats April: Alraune

Alraune / Foto: Wala Heilmittel
"Die klügsten Waldgeister sind die Alräunchen, Langbärtige Männlein mit kurzen Beinchen, Ein fingerlanges Greisengeschlecht, Woher sie stammen, man weiß es nicht recht." Diese Beschreibung Heinrich Heines trifft das Wesen der Alraune, die aus dem erdverhafteten Gnomenreich zu kommen scheint. Nur einen kurzen Zeitraum des Jahres steckt sie ihren grünen Blätterschopf knapp über die Erdoberfläche, der so alt wirkt mit seiner runzligen Haut. Der deutsche Name Alraune, altgermanisch Alruna, setzt sich aus Alb = Mahr, Faun und runen = leise sprechen, heimlich flüstern oder runa = Geheimnis zusammen und drückt bereits die ganze Sagenwelt aus, die sich um diese Pflanze rankt. Die Wala-Pflanze des Monats April stammt aus dem Orient. Die stängellose Blattrosette der mehrjährigen Pflanze besteht aus langen Blättern, die wie runzeliger Mangold aussehen und dicht über der Erde wachsen. Im Frühsommer reifen aus ihren Blüten gelbliche, kugelige Früchte (Beeren), die auf dem Boden liegen und mit ihrem Aussehen die Verwandtschaft zur Tomate verraten.

Die Alraune ist eine der altbewährtesten Heilpflanzen. Sie ist zudem das sagenumwobene Hexenkraut schlechthin. Um keine Pflanze ranken sich so viele Legenden. Die Form der Wurzel gab dazu Anlass: Ihre Zweiteiligkeit erinnert stark an eine Menschengestalt, wobei man weibliche und männliche Wurzeln unterschied. Im Alten Testament ist die Alraune mit dem Namen Dudaim als empfängnisfördernde Pflanze erwähnt. Aphrodisierende Eigenschaften sprach das antike Griechenland der alraune zu. Es weihte die Früchte als Liebesäpfel der Göttin Aphrodite, die den Beinamen Mandragoritis trug. Die Wurzel war Bestandteil von Liebestränken. Den Liebesapfel kannte auch der deutsche Kulturkreis. Dort hieß es, wenn eine Frau am St.-Agnes-Abend (21. Januar) einem Mann die Alraunenfrucht überreiche, verliebe er sich in die Überbringerin. Man sprach der Alraune zusätzlich potenzsteigernde Eigenschaften zu und setzte sie zur Geburtshilfe ein.

Die alkaloidhaltige Alraune ist stark giftig. Die Anwendung dieser potenten Arzneipflanze gehört deshalb allein in erfahrene Hände! Die Homöopathie nutzt potenzierte Zubereitungen der frischen Alraunenblätter gegen Verdauungsbeschwerden und Kopfschmerzen, der getrockneten Wurzel gegen Kopfschmerz, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Verdauungsschwäche bei Leber-Galle-Störungen und Ischiasschmerz. Die Anthroposophische Medizin behandelt mit potenzierten Auszügen aus der Wurzel rheumatische Beschwerden. Die Volksheilkunde setzt die Wurzel bei Magengeschwüren, Koliken, Dysmenorrhoe, Asthma, Heufieber und Keuchhusten ein. Lange fand die Alraune als Narkotikum und schmerzstillendes Mittel Anwendung. ACHTUNG: Unkundiger Einsatz der Pflanze in konzentrierter Form kann zu Herzrasen, Schüttelfrost, Fieber, extremer Nervosität, Halluzinationen, schwerem Durchfall und in Einzelfällen zum Tod durch Atemstillstand führen!
Alraune bei Wala: Die Alraune hilft gegen rheumatische Beschwerden in den WALA Arzneimitteln Betula/Mandragora comp.* oder Cartilago/Mandragora comp.* sowie gegen schmerzhafte Erkrankungen im Bewegungsorganismus in WALA Rhus toxicodendron comp.*. (Quelle: Wala Heilmittel)