29.07.2014

Wala Pflanzenportrait: Weißer Germer

Vorsicht giftig

Foto: Wala Arzneimittel GmbH

Foto: Wala Arzneimittel GmbH

Der Weiße Germer ist eine imposante Erscheinung auf feuchten Wiesen gebirgiger Regionen. Er ähnelt dem Gelben Enzian in der Statur und in den Blättern, ist aber mit den Liliengewächsen verwandt – und hochgiftig: Alle Teile der Pflanze, besonders die Wurzel, sind tödlich giftig! Deshalb ist es wichtig, ihn vom Gelben Enzian zu unterscheiden, der ihm ohne Blüten zum Verwechseln ähnlich ist und als starkes Bittermittel in verdauungsfördernden Mitteln zum Einsatz kommt.

Die Homöopathie setzt durch Potenzierung verdünnte Zubereitungen der Wurzel gegen Kreislaufstörungen und niedrigen Blutdruck, Depressionen, Migräne sowie Bronchitis älterer Menschen ein. Niedrigere Potenzen kommen bei Durchfällen, Nahrungsmittelvergiftungen, Ischias, Wadenkrämpfen und Neuralgien zur Anwendung. Vorsicht: Bereits zwei Gramm der getrockneten Wurzel können tödlich wirken. Aufgrund seiner hochgiftigen Eigenschaft ist der Weiße Germer daher nur in den Händen von medizinischem Fachpersonal ein potentes Arzneimittel!

Die Pflanze bei Wala: Weißer Germer gilt als das homöopathische Notfallmedikament bei Kreislaufstörungen. Für WALA Skorodit Kreislauf Globuli velati kultivieren die Wala-Gärtner es im eigenen biologisch-dynamisch bewirtschafteten Heilpflanzengarten. Mitarbeiter des Pflanzenlabors verarbeiten die Wurzel direkt nach der Ernte. Sie stellen wässrige Auszüge her, die nach einer Reifezeit homöopathisch potenziert, also in mehreren Schritten mit Wasser verdünnt werden. Der Weiße Germer verliert durch diese Aufbereitung seine Giftigkeit und wird zum potenten Arzneimittel.