02.11.2010

Warum Ruhephasen so wichtig sind

Vorbild Faultier: „Mach mal Pause“

Foto: Faultier/Quelle: Zoo Schmiding
Je hektischer die Tage in der Vorweihnachtszeit werden, desto mehr sehen wir uns nach Ruhephasen. Vielleicht einen ganzen Tag lang Faultier spielen? Na, dann viel Vergnügen! So ein Tag sähe nämlich folgendermaßen aus: Man hänge sich mit dem Bauch nach oben und dem Kopf nach unten in schwindelerregender Höhe an einen Urwaldbaum und warte, sozusagen im Schlafe, auf herabfallende Nahrung – und zwar bis zu 15 Stunden lang. Wer das einmal ausprobiert, kehrt wohl spätestens nach 15 Minuten dankbar an seinen Arbeitsplatz zurück und freut sich, dass er sein Brot im Schweiße seines Angesichts ...

Vielmehr ist das Ai, genannt Faultier, wohl eher als Sinnbild von „einmal so richtig abhängen“ zu verstehen – und darin sollten wir es ihm öfter gleichtun. Nicht dass wir den ganzen Tag verschlafen sollten, aber eine ausgedehnte Ruhephase oder der kleine Schlaf zwischendurch ist ebenso wichtig wie unser täglich Brot. „Mach mal Pause“ rät die Werbung und meint futter dich fit. „In der Ruhe liegt die Kraft“ sagt die Chronobiologie und meint Nahrung für Leib und Seele:

Eine Verringerung der Leistungsfähigkeit, größere Fehlerrate, verstärkte Müdigkeit sowie eine Absenkung der Körpertemperatur weisen darauf hin, dass der Organismus einen ähnlichen Umstellungsprozess wie in der zweiten Nachthälfte erfährt. Dies spricht für eine Ruhephase zu diesen Zeitpunkten. Und die muss man natürlich nicht auf Bäumen verbringen, denn nicht nur über allen Wipfeln ist Ruh, sondern überall, wo Abhängen nicht anstrengend ist. In diesem Sinne: „AI – Sie haben es sich verdient“.