14.02.2012

Warum wir am 14. Februar unsere(n) Liebste(n) beschenken

Valentinstag: Ursprung und Bräuche

Fotoquelle: www.valentinstag-geschenke.de
Nein, der Valentinstag wurde nicht von Blumenhändlern erfunden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er in Deutschland eingeführt, US-Soldaten brachten ihn aus England mit und führten ihn 1950 offiziell bei einem „Valentinstag“ in Nürnberg ein. Die Ursprünge des Valentin reichen weit zurück:

Namensgeber war ein gewisser Bischof Valentin von Terni, der im 3. Jahrhundert nach Christi in der italienischen Stadt Terni tätig war. Überlieferungen zufolge soll dieser Bischof sich über dem Befehl des Kaisers hinweg gesetzt haben und Soldaten, die unverheiratet bleiben mussten, christlich getraut haben. Die Trauungen fanden im Geheimen statt und der Bischof Valentin schenkte den Frischvermählten Blumen aus seinem Garten als Zeichen für Gottessegen und Wohlwollen. Der Kaiser Claudius II erfuhr von den verbotenen Trauungen und ließ den Bischof am 14.02.269 wegen seines christlichen Glaubens hinrichten.

Eine andere Erklärung für die Wurzeln des Valentinstages liefert eine Sage, wonach das römische Fest Lupercalia auf den 14.02. fiel. An diesem Tag wurde die römische Göttin Juno, Jupiters Frau, als Schutzpatronin der Ehe geehrt. Ihr zu Ehren wurde ein Juno-Tempel errichtet, wo sich junge unverheiratete Frauen am 14.02. ein Liebesorakel holten. Dieses Liebesorakel sollte ihnen bei der richtigen Partnerwahl dienlich sein. Bei dem einfachen römischen Volk war es an diesem Tag Brauch, dass die Namen von ledigen Frauen auf Zettel geschrieben und in ein Gefäß getan wurden. Die jungen Männer zogen entsprechend Lose und gingen mit der gelosten Dame aus. Verheiratete Männer schenkten an diesem Tag ihren Ehefrauen Blumen und dieser Brauch ist bis heute überliefert.

Bräuche zu Valentin:

In England werden kleine Geschenke oder Gedichte verschickt. Dieser Brauch stammt aus dem 15. Jahrhundert: Die Gattin des Dichters Samuel Pepy erhielt im Jahr 1667 einen Liebesbrief von ihrem Ehemann und schickte ihm begeistert einen Blumenstrauß zurück. Englische Auswanderer nahmen den Valentinstag mit in ihre neue Heimat (USA) und von dort breitete sich der Brauch rasch aus. In den USA erfreuen sich allerdings auch die Tiere am Valentinstag: Es gibt eine ganze Menge von herzförmigen Fressnäpfen, pinkfarbenen Hundekörben oder Halsbändern mit Kussmund für den Liebling. Für Zweibeiner gibt es eine Liebesbriefmarke für den 14. Februar. Diese ist versehen mit einem großen roten Herz.

Der Valentinstag in China wird am 7. Juli nach dem Mondkalender gefeiert und heißt dort Qixi. Besonders in den Großstädten hat er sich zu einem echten Partytag etabliert -haufenweise strömen die Singles in Kneipen, Restaurants oder Kinos. In Japan wiederum werden am Valentinstag die Männer beschenkt! Ob Ehemänner, männliche Kollegen und Chefs oder Freunde – sie erhalten von den Frauen am 14.02. Schokolade. Die Frauen müssen sich nur etwas gedulden und erhalten dafür einen Monat später (14.03.) im Gegenzug von den Männern weiße Schokolade. Daher kommt der Name White Day.

Etwas anders deuten die Finnen den Valentinstag, der dort als Freundschaftstag gefeiert wird. Sie verschicken Grußkarten oder kleine Geschenke, jedoch zumeist anonym. Gar nicht anonym hingegen geht es in Italien zu: Dort wird am 14. Februar jährlich eine Auszeichnung namens „San Valentino d'Oro" an Schlagersänger verliehen. (Quelle: www.valentinstag-geschenke.de)