28.07.2006

Typologie der Füße

Foto: City Podologie (Schweiz)

Zeig mir deine Füße - und ich sage dir, ob du Probleme beim Schuhkauf hast oder bereits jahrelang die falschen Schuhe getragen hast. Nicht immer passt der Fuß zu der passenden Schuhmode, was viele Frauen jedoch oft nicht davon abhält, sich dennoch in die spitzförmige Sandale oder den engen Pumps zu zwängen. Mit verheerenden Folgen für die Füße, die Haltung und nicht zuletzt auch für den Rücken.

"Rucke-di-gu, Blut ist im Schuh": Wem es nicht wie Aschenputtels Stiefschwestern ergehen will, sollte beim Schuhkauf auch auf den individuellen Fußtypus Rücksicht nehmen. Anhand der Zehenlängen werden die Füße zunächst in drei Formen eingeteilt: ägyptischer, römischer oder griechischer Fuß. Beim ägyptischen Fuß überragt die Großzehe die übrigen Zehen, beim römischen oder Quadrat-Fuß sind die ersten drei Zehen ungefähr gleichlang, der Fuß ist kurz und kräftig, beim griechischen Fuß ist der zweite Zeh der längste. Auch in der Form des Längsgewölbes gibt es Unterschiede (Hohlfuß, Plattfuß), die mit Hilfe von Einlagen korrigiert werden. Schmerzhafte Druckstellen bei zu engen Schuhen erfahren vor allem Menschen mit einem Hallux Valgus, der oft durch einen Senk-Spreizfuß entsteht. Dieser wiederum ist häufig die Folge vom Tragen zu enger oder zu hoher Schuhe. Sind die schmerzhaften Druckstellen erst einmal vorhanden, können Druckschutzpräparate die Füße entlasten. Gehwol bietet zum Beispiel eine spezielles Ballenpolster (G) zur Entlastung des schmerzhaften Hallux Valgus.

Als Faustregel für den Schukauf gilt: Der Schuh muss im Fersenbereich fest sitzen und nicht schlappen, im Mittelfuß passend sein, vor den Zehen noch Luft haben und vor allem direkt beim Kauf schon passen. Verkäufersätze wie "Der Schuh weitet sich noch" zeugen nicht von podologischer Professionalität. (Quelle: Gehwol/Gerlach: Fachwissen Aktuell)