Trendthema Microblading

Die perfekte Braue

Die perfekte Braue

04.12.2015

Für Ausdruck und Schönheit eines Gesichts spielen die Augenbrauen eine entscheidende Rolle. Korrigiert man nicht symmetrische oder ungleichmäßige Augenbrauen, wirkt sich das unmittelbar auf die Attraktivität aus. Ein außergewöhnlich natürliches Ergebnis lässt sich mit dem sogenannten Microblading erzielen, mit dem die Härchen der Augenbrauen besonders fein gezeichnet werden können.

Nachdem sich das ursprünglich aus Japan stammende Microblading zunächst vor allem im asiatischen und amerikanischen Raum als populäre Methode etabliert hat, gewinnt es nun auch in Europa zunehmend an Bedeutung. Hinter dem aus "Micro" für "Sehr fein" und "Blade" für "Klinge" zusammengesetzten Kunstwort verbirgt sich eine dem Permanent Make-up ähnliche Pigmentiertechnik, die speziell für die täuschend echte Härchenzeichnung an den Augenbrauen entwickelt wurde. Besonders für Menschen, die mit der Form und der Dichte ihrer Augenbrauen unzufrieden sind, oder für diejenigen, die durch Krankheit oder durch Narben Härchen verloren haben, bietet die Methode eine befriedigende Lösung.

Wie bei anderen Verfahren der Augenbrauenpigmentierung werden die natürlichen Brauen nicht komplett ersetzt, sondern durch die Zeichnung von Härchen aufgefüllt und in ihrer Form korrigiert. Entfernt werden lediglich diejenigen natürlichen Härchen, die der neuen, korrigierten Augenbrauenform nicht entsprechen.

Beim Microblading werden Farbpigmente mithilfe des sogenannten Blades, einer sterilen "Klinge", die aus vielen feinen Nadeln besteht, manuell in die Haut eingebracht. Dazu gleitet das Blade mit sanftem Druck über die Haut und ritzt sie ein. Schon beim Einritzen wird der Linienverlauf deutlich sichtbar, da das Blade immer wieder in Pigmentierfarbe getaucht wird und so wie ein Füllfederhalter den Verlauf der Härchen markiert. Sind die Härchen fertig gezeichnet, wird noch einmal für 5-10 Minuten eine spezielle Pigmentierfarbe auf die Haut aufgetragen, deren Pigmente in die Epidermis eingelagert werden und so die feinen Linien erzeugen.

Das Blade ermöglicht es, feinste Härchen zu zeichnen, die sich von den echten kaum unterscheiden. Je nach Zeichentechnik entsteht dabei für jeden Typ ein individueller Look. Sogenannte "mehrdimensionale" Augenbrauen - hier wird mit zwei Farben gearbeitet, um der Augenbraue mehr Plastizität zu verleihen - erzeugen zusätzlich einen natürlichen Eindruck.

Im Gegensatz zur Permanent-Make- up-Technik wird beim Microblading kein Pigmentiergerät verwendet und die Farbe nicht so tief in die Haut eingebracht. Beim Microblading werden die Pigmente nur in die Epidermis eingearbeitet, während Permanent Make-up auch tiefere Hautschichten der Dermis erreicht. Durch Microblading können so zwar sehr feine Linien gezeichnet werden, seine Haltbarkeit ist jedoch deutlich geringer als bei einem ein Permanent Make-up. Generell wird nach ca. 4 Wochen nachgearbeitet und etwa alle 1-2 Jahre muss intensiviert werden.

Wie lang die Ergebnisse eines Microbladings halten, hängt aber auch von Faktoren wie Alter, Hautbeschaffenheit und Immunsystem ab. Wichtig ist aber, die Methode des Microbladings nicht als Konkurrenzangebot zum Permanent Make-up zu sehen - im Gegenteil, beide Verfahren ergänzen sich wunderbar. (Textquelle: E. Keiling/Beautyforum)