26.10.2004

Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung von Fußpilz

Wenn die Haut zwischen den Zehen juckt, sich rötet und schält, ist die Diagnose meist eindeutig: Fußpilz. Fast jeder dritte Deutsche leidet gelegentlich unter diesen Symptomen. Wärme und Feuchtigkeit sind ein Paradies für Pilze - Füße sind geradezu ein idealer "Nistplatz" für Mykosen. In geschlossenen Schuhen sammelt sich der Schweiß am vorderen Fuß in den Zwischenräumen und weicht die Haut auf. So kann der Pilz leichter in die Haut eindringen und sich durch die Wärme prächtig vermehren. Das führt aber nicht zwangsweise zu einer Fußpilzinfektion: Viele Menschen haben Pilze auf der Haut, ohne dass sie sich entzündet. Normalerweise dringen Keime nicht in die Haut ein, weil sie sich dagegen schützt.

Diese natürliche Abwehr kann jedoch zeitweise geschwächt sein, wenn zum Beispiel die Haut aufgeweicht ist. Wer häufig Schwimmbäder oder Saunas aufsucht, ist daher empfänglicher für Fußpilzfinfektionen. Hat sich der Pilz einmal breitgemacht, sollte er so schnell wie möglich mit Salbe bekämpft werden. Die meisten Medikamente, die der Arzt verschreibt, gibt es auch rezeptfrei in der Apotheke. In der Regel sind das Breitbandpilzmittel aus der Gruppe der Imidazole mit dem häufig verwendeten Wirkstoff Clotrimazol.

Tipps zur Bekämpfung: Zehenzwischenräume mit Salbe gegen Fußpilz ein bis zwei Mal täglich eincremen - bis zu zwei Wochen nach Abklingen der Beschwerden; nach dem Waschen die Füße trocken föhnen; Handtücher, Strümpfe und Socken mindestens mit 60 Grad waschen; häufiger die Schuhe wechseln, damit sie lüften und trocknen können.

Tipps zur Vorbeugung: tägliches Füßewaschen und gründliches Abtrocknen (vor allem zwischen den Zehen); tägliches Wechseln von Socken und Strümpfen (aus Naturmaterialien!); Bewegung für die Füße zur besseren Durchblutung; durchlüftete Schuhe tragen bzw. Badeschuhe in öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder Saunas.


Quelle: Stiftung Warentest
Fotoquelle: Spiegel.de