12.11.2004

Tipps gegen den Herbstblues: Sonne - Sushi - Schokolade

Zu den Symptomen vom so genannten Herbstblues "SAD" (Saisonal abhängige Depression) gehören neben einem hohen Schlafbedarf auch fehlender Antrieb, häufige Stimmungswechsel, Konzentrationsprobleme und Heißhunger auf Süßigkeiten. Die Hauptursache ist der Lichtmangel. Licht wird über die Augen aufgenommen und direkt ins Gehirn transportiert, wo die Produktion von stimmungsaufhellenden Endorphinen und dem Botenstoff Serotonin angeregt wird. Fehlendes Licht drosselt auch die "Glücks-Produktion" im Gehirn. Dagegen wird in der Dunkelheit verstärkt Melatonin produziert: ein Stoff, der eigentlich den Schlaf mitsteuert und dafür sorgt, dass man sich müde und schlapp fühlt.
Daher sollte man jeden Tag mindestens eine Viertelstunde Tageslicht und frische Luft genießen. Das bringt das Verhältnis zwischen Serotonin und Melatonin - und damit auch unseren Gemütszustand - wieder ins Gleichgewicht.

Der Gang ins Solarium hilft über den Herbstblues übrigens nicht hinweg: Auf der Sonnenbank werden lediglich die ultravioletten Strahlen des Lichts über die Haut aufgenommen. Die Endorphin-Produktion startet aber nur, wenn Licht über die Augen direkt ins "Gute-Laune-Zentrum" im Gehirn transportiert wird. Die Augen müssen aber unbedingt vor der UV-Strahlung des Solariums geschützt werden.

Auch die richtige Ernährung kann dem Herbstblues vorbeugen. Gesundes, magnesiumhaltiges Essen regt das Nervensystem an und beugt Stress vor. Vor allem Milch- und Vollkornprodukte sowie Bananen, Beerenobst und Geflügel sind regelrechte "Glücksbringer". Auch Sushi & Schoko sorgen für gute Laune: Die Jod-Bombe mobilisiert die Schilddrüsenfunktion und regt den Zellstoffwechsel an - (dunkle!) Schokolade macht glückselig, da sie die Serotonin-Produktion im Gehirn stimuliert. Voraussetzung: alles in Maßen!

Quelle: TK-Techniker Krankenkasse