20.08.2009

Lippenherpes: Vorsicht beim Sonnenbad

Tipps gegen Lippenbläschen

Info- und Fotoquelle: www.lippenblaeschen.de
Weltweit tragen über 90 Prozent aller Menschen das Herpes-simplex-Virus 1 in sich, das die Lippenbläschen (Herpes labialis) auslöst. Viele wissen zudem gar nicht, dass sie mit dem Virus infiziert sind. Wer weiß, dass er zu Herpes neigt, sollte auch mit dem Sonnenbaden vorsichtig sein. Denn Sonne kann die Haut der Lippen reizen und damit die schlafenden Herpesviren in den Nervenenden aktivieren. Die Folge sind dann die lästigen Lippenbläschen. Vor allem in der Sommerzeit ist es wichtig, die Lippen und speziell die Lippenränder mit einem hohen Sonnenschutzfaktor zu schützen. Dabei bieten sich vor allem wasserfeste Fettstifte an, die gut auf der Haut haften.

Haben sich die Herpesbläschen bereits entwickelt, sollte man die Sonne möglichst meiden, denn die Ausprägung wird durch die UV-Bestrahlung und die Hitze oft verschlimmert. Zudem kann die Wärme auf der entzündeten Stelle als sehr unangenehm empfunden werden. Ohne Behandlung klingen die Beschwerden erst nach etwa ein bis drei Wochen ab. Antivirale Substanzen, etwa Aciclovir und seine Derivate Penciclovir oder Valaciclovir lassen die Bläschen wesentlich schneller abklingen und sind auch als Creme erhältlich. Sind die Beschwerden jedoch ausgeprägter, gibt es die Virostatika als Tabletten und Infusion.

Für leichten Lippenherpes ist auch eine Selbstbehandlung möglich: Betroffene müssen die Bläschen austrocknen lassen. Dabei helfen auch Hausmittel wie Echinacea, Zink, Melisse, Teebaumöl, Zahnpasta und Honig oder Ingwer. Inzwischen gibt es auch Neuentwicklungen wie Elektrostifte und feuchte Spezialpflaster. Die meisten der Produkte trocknen die Bläschen aus oder vermindern die Spannung auf der Haut, was bereits schmerzlindernd wirkt. Auf keinen Fall dürfen die Bläschen aufgekratzt werden, da ihre Flüssigkeit eine große Menge an hochinfektiösen Viren enthält, die wiederum zu neuen Infektionen führen können.