05.08.2011

Was man gegen krankhaftes Schwitzen tun kann

Tipps bei Hyperhidrose

Fotoquelle: www.stark-gegen-schwitzen.de
Schwitzen ist ein natürlicher Vorgang des Körpers, um einer Überhitzung vorzubeugen. Damit der Organismus bei hohen Temperaturen oder körperlicher Anstrengung nicht überhitzt, ist schwitzen sogar lebensnotwendig. Dies geschieht durch die Verdunstung des Schweißes auf der Haut. Wird jedoch mehr Schweiß produziert, als zur Kühlung des Körpers notwendig ist, spricht man von einer Hyperhidrose.

Ursachen können Angst- und Stresssituationen oder Schmerzzustände sein. Auch psychische Erkrankungen oder Stoffwechselkrankheiten wie eine Schilddrüsenüberfunktion, bestimmte Medikamente oder Hormonstörungen können Verursacher sein. Die übermäßige Schweißproduktion tritt meistens an Händen, Füßen oder den Achselhöhlen auf.

Vorbeugen lässt sich dadurch, auf schweißtreibende Lebensmittel zu verzichten. Dadurch gehören unter anderem scharfe Speisen, Kaffee und Alkohol. Zudem sollte versucht werden, Stress zu vermeiden und nur Kleidung getragen werden aus Materialien, die atmungsaktiv sind und Schweiß nach außen abtransportieren können, wie beispielsweise Baumwolle. Unangenehmer Körpergeruch kann durch spezielle, desinfizierende Seifen vermieden werden. Zudem ist es ratsam, Achselhaare abzurasieren, weil sich geruchsbildende Bakterien in den Haaren leichter festsetzen können. Spezielle Antitranspirantien können die Schweißdrüsen verschließen, wodurch es ebenfalls zu einer Reduktion der Schweißproduktion kommen kann.

Wurde eine Hyperhidrose vom Arzt diagnostiziert, gibt es unterschiedliche Therapieformen. Es kann zum Beispiel das Nervengift Botulinumtoxin A unter die Haut gespritzt werden. Durch das Gift werden die Nervenleitungen blockiert, was zu einer Einstellung der Schweißproduktion führt. Diese Therapieform eignet sich besonders zur Behandlung der übermäßigen Schweißproduktion unter den Achseln, muss jedoch alle paar Monate wiederholt werden.

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung, die sich besonders für Hyperhidrose an Händen und Füßen eignet, ist die Iontophorese. Hierbei werden die Hände und Füße anfangs täglich, später ein- bis zweimal wöchentlich in ein Salzbad getaucht, dem über Elektroden ein schwacher Gleichstrom zugeführt wird. Dadurch werden die Nervenendigungen gehemmt und die Schweißproduktion reduziert. Desweiteren kann auch ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden, wenn andere Behandlungen keine dauerhafte Besserung erreichen. (Quelle: www.arzneimittel.de)