03.01.2009

TTM im Trend: Traditionelle Tibetische Medizin

Foto: Akademie für TTM in Deutschland
Die Tibetische Medizin ist eines der ältesten ganzheitlichen Medizinsysteme. Sie ist ein Bestandteil der tibetischen Kultur. Anders als westliche Mediziner behandeln die asiatischen Experten nicht nur die körperlichen Symptome, sondern sehen den Patienten als Ganzes. Sie strebt das innere Gleichgewicht der Kräfte im Körper an. Der Mensch gilt als Teil der Natur. Dabei kommt körperlicher und seelischer Gesundheit die gleiche Bedeutung zu. Im Vergleich zur Chinesischen Medizin wurde der Tibetischen Medizin außerhalb der Landesgrenzen erst vor relativ kurzer Zeit größerer Aufmerksamkeit zuteil. Ihre rasch wachsende Popularität ist sowohl auf die Behandlungserfolge durch tibetische Ärzte, als auch auf die weltweite Hinwendung zu alternativen Heilmethoden zurückzuführen. Anders als in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stützt sich die TTM auf die "Theorie der Drei Prinzipien" und "Theorie der Fünf Elemente". Während in der TCM eine Störung des Energieflusses eine Krankheit auslöst, gelten in der tibetischen Medizin die Geistesgifte Gier, Hass und Verblendung als Hauptursache für das Entstehen einer Krankheit. Gier gilt als Auslöser für Herz-Kreislauferkrankungen, Aggressionen greifen Leber und Galle an, Intoleranz löst Atemwegs- und Stoffwechselstörungen aus. Jeder kann die Geistesgifte überwinden, indem man sich der negativen Emotionen bewusst wird und sie gezielt in Großzügigkeit, Nächstenliebe und Weisheit umwandelt. Aber auch schlechte Ernährung, falsches Verhalten wie Bewegungsmangel oder zu viel Stress sowie Umweltfaktoren spielen eine wichtige Rolle.

Ein guter TTM-Arzt kann mit dem Fühlen des Pulses Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Stoffwechselstörungen und sogar Krebserkrankungen diagnostizieren. Wenn ein TTM-Arzt eine Krankheit diagnostiziert hat, empfiehlt er Maßnahmen zur Änderung des Verhaltens. Spezielle Atemübungen und Yoga sollen die „Geistesgifte“ vertreiben, individuelle Ernährungspläne mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten das energetische Gleichgewicht wiederherstellen. Vor allem Verdauungsstörungen gelten in der TTM als Ursache vieler chronischer Krankheiten.

Erst im späteren Verlauf der Behandlung kommen auch die berühmten Heilkräuter, die nur im Himalaya wachsen, zum Einsatz. 2 300 unterschiedliche Rezepturen sind bekannt. Jede Rezeptur besteht aus einer einzigartigen Mixtur und enthält bis zu 20 unterschiedliche Wirkstoffe. Die größten Erfolge erzielt die tibetische Medizin bei psychosomatischen Erkrankungen wie Magen-Darm-Problemen, Herzrasen, Stress bedingten Kopfschmerzen, Allergien, Migräne und Tinnitus. Aber auch bei Diabetes und Gicht werden große Behandlungserfolge erzielt. Wichtig: Bei schwerwiegenden Erkrankungen kann die tibetische Medizin die Schulmedizin nur ergänzen.