14.03.2008

Symposium: Alter und Altern früher und heute

Gutenberg-Büste/Foto: T. Hartmann, Uni Mainz
Dem Traum von der ewigen Jugend und einem Leben ohne Falten und Gebrechen fühlen wir uns heute so nah wie noch nie. Dieser Traum wird wahrscheinlich eine Illusion bleiben, doch er verändert unsere Sicht auf das Alter ebenso, wie die demographische Entwicklung in den Industrienationen zu einer Neuorientierung im Hinblick auf die Gestaltung, Wahrnehmung und Bedeutung des Alters führt. Bücher, die sich mit den potenziellen Folgen des steigenden Anteils alter Menschen für die sozialen Sicherungssysteme und den Generationenvertrag befassen, erobern die Bestsellerlisten und heizen die emotionalisierten, von Ängsten getragenen öffentlichen Debatten weiter an. Mit einem Blick auf das Alter in anderen Zeiten und an anderen Orten möchte das 2. Internationale Mainzer Symposium Anthropologie im 21. Jahrhundert dazu beitragen, die kulturellen Hintergründe der aktuellen Debatten transparenter zu machen und zu relativieren.

Das Symposium "Reflexionen zu Alter und Altern in Vergangenheit und Gegenwart. Biologische und kulturelle Perspektiven" findet vom 3. bis 5. April 2008 auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Es schließt eng an das erste Symposium im Jahr 2001 an, das die Kindheit des Menschen in den Mittelpunkt stellte - während nun die letzte Lebensphase, das Alter, ins Zentrum gerückt wird. Die Veranstaltung erfolgt in Zusammenarbeit der Universitäten Mainz, Basel und Zürich und wird von einem interdisziplinär zusammengesetzten Organisationsteam vorbereitet.

An den drei Tagen wird die Entwicklung rund um das Alter von der Urgeschichte bis in die Gegenwart betrachtet, Alter und Altern in westlichen und nicht-westlichen Gesellschaften aufgezeigt sowie Fragen zum Alter und Altern aus biologischer und demographischer Sicht erörtert. Dazu gehören Unterthemen wie Biologie und Evolution des Alters, Demographie des Alters, Alterskonzepte im Kulturvergleich von der Urgeschichte bis zur Gegenwart, Macht und Potenzial des Alters, Körper und Alter, Generationenbeziehungen und Alter, Sterben und Tod sowie Totenkulte. (Quelle: IDW)