07.06.2006

Stutenmilch kann Neurodermitis-Patienten helfen

Grafik: Equiderm
Neurodermitiker kennen den Teufelskreis: die trockene Haut juckt, weshalb man anfängt zu kratzen, die zerkratzte Haut entzündet sich, wodurch der Juckreiz noch schlimmer wird.
Bisher war es nur durch entsprechende Hautpflege oder sogar nur durch die Einhaltung spezieller Diäten möglich, die Symptome zu lindern. Dabei müssen die betroffenen Hautstellen regelmäßig mit Salben oder Cremes behandelt werden, die juckreizstillende und feuchtigkeitsbindende Wirkstoffe enthalten.

Wissenschaftler der Universität Jena haben nun möglicherweise eine weitere Therapie-unterstützende Maßnahme gefunden. In einer Studie mit 23 Patienten, die an leichter bis mittelschwerer Neurodermitis leiden, wurde getestet, wie sich Stutenmilch auf die Krankheitssymptome auswirkt. Stutenmilch wird im asiatischen Raum schon lange bei entzündlichen Erkrankungen verwendet. Jeder der Patienten trank über vier Monate hinweg täglich 250 ml Stutenmilch und zum Vergleich dazu ebenso lang eine Vergleichsmilch. Neben den subjektiven Empfindungen, wie Juckreiz und Schlafstörungen, wurde das Hautbild der Patienten an Hand eines anerkannten Bewertungsschemas (SCORAD) untersucht.

Bei einem Drittel der untersuchten Patienten besserte sich dabei der Schweregrad der Neurodermitis um 30 %. Doch wie auch bei medizinisch anerkannten Medikamenten sprechen nicht alle Patienten auf die Stutenmilch-Trinkkur an. Um den positiven Einfluss von Stutenmilch auf die Neurodermitis zu bestätigen und festzustellen, für welche Patientengruppen sie hilfreich ist, sind weitere Studien notwendig. (Quellen: Hautstadt/Uni-Jena)