12.09.2004

Strategien zur Stressbekämpfung

Er gefährdet Herz und Kreislauf, ist verantwortlich für Schlafstörungen, Nervosität und schlechte Laune: Stress. Die Rede ist von Dystress, der negativen Variante, die nach neuesten Studien sogar das Immunsystem schwächen kann. Das Immunsystem reagiert auf Stress, weil die Immunzellen eine ähnliche Struktur wie die Hirnzellen aufweisen: Sie verfügen über Rezeptoren, die über Botenstoffe erfahren, wie wir uns fühlen. Die Botenstoffe, die im Gehirn das Stressgefühl auslösen, wirken ebenso störend auf die Immunzellen. Positiver Stress (Eustress) dagegen wirkt belebend und steigert die Konzentration und Energie. Vor Stress kann man sich kaum schützen, jeder ist belastenden Situationen ausgesetzt, aber gegen die physischen und psychischen Folgen des Dystress gibt es hilfreiche Strategien:

1.) Laufen: trainiert die meisten Muskelgruppen, stärkt die Abwehr und setzt "Killerzellen" frei, die das Immunsystem vor "Stress-Angreifern" schützt. Das Lauftempo sollte dabei der jeweiligen Kondition angepasst sein.
2.) Meditation: Täglich eine viertel Stunde mit geschlossenen Augen in Gedanken ein klangvolles Wort wiederholen. Das wirkt sich positiv auf Gehirnfunktionen und Immunsystem aus.
3.) Ohrmassage: Ohrmuscheln mit Daumen und Zeigefinger kneten und an den Rändern auf- und abwärts reiben. Stimuliert bestimmte Reflexzonen, die zur Konzentrationssteigerung und zum Stressabbau dienen. Gilt in China als Stresskiller schlechthin.
4.) Hormondusche: Eine Minute Klopfen auf das Brustbein fördert die Produktion eines Hormons aus der Thymusdrüse. Das belebt und stärkt die Abwehr.
5.) Aromatherapie: Einige Tropfen Lavendelöl auf dem Kopfkissen beruhigen und fördern den Schlaf.