28.07.2004

Starke Hände, zarte Pflege: Nailstudios setzen zunehmend auf das "Kundenpotenzial Mann"

Jede dritte Frau schaut einem Mann in der ersten Phase der Attraktivitätsprüfung zumindest beim zweiten Blick auf die Hände. Das beherzigt inzwischen eine stetig wachsende Anzahl männlicher Vertreter, die Schwielen an den Fingerkuppen und erkennbare Arbeitsspuren unter den Nägeln nicht mit maskuliner Kraft gleichsetzen. "Gut Ding will Feile haben" hat sich als Motto in punkto Männermaniküre längst durchgesetzt. Da Männernägel härter sind, wurden spezielle Nagelfeilen mit gröberer Körnung entwickelt, die das radikale Abknipsen sehr harter Nägel sowohl aus optischen als auch kosmetischen Gesichtspunkten ablösen, sowie Polierfeilen, die für matten Schimmer sorgen.
Auch Nagelhautschieber sind auf männliche Bedürfnisse abgestimmt: Motorisch meist stärker motiviert beim Zurückschieben der Nagelhaut, was leicht zu schmerzhaften Verletzungen führen kann, eignen sich für Männerhände Hautschieber aus Plastik besser als Metallschieber. Die Pflegeprodukte für die Männerhand sollte ebenfalls sensibel gewählt werden, da die meisten Männer rasch einziehende und möglich schwach duftende Cremes gegenüber fettenden Produkten bevorzugen.
Zwar sind Nagelstudios noch hauptsächlich eine Frauendomäne, doch diejenigen Männer, die einmal die Vorteile einer professionellen Maniküre genossen haben, zählen zum treuesten Kundestamm. Meist wird die Nagel- und Hautpflege in Nailstudios von entspannenden Handmassagen begleitet, die nicht nur angenehm sind, sondern auch stressabbauend wirken – und vielen zuvor skeptischen Männern handfeste Argumente für regelmäßige Maniküre liefern.