05.08.2008

Spezielle Fußpflege bei Hornhaut

Foto: Airgom GmbH/fitness.com
Im Prinzip ist Hornhaut ein Schutzmechanismus unseres Körpers. Sie entsteht überall dort, wo unsere Haut stark belastet ist – wie zum Beispiel an der Ferse. Um die betroffene Stelle zu schützen, verhärtet sich die Haut. Wenn die Belastung weiterhin auftritt, wird so aus einer leichten Schwiele schnell feste Hornhaut – eine sinnvolle Maßnahme der Natur. Doch Hornhaut ist eine Art „tote Ablagerung“ und wird nicht wie andere Haut versorgt. Deshalb muss man sie durch Spezialcremes geschmeidig halten.

Doch speziell an den Füßen kann die Hornhautbildung eine schmerzhafte Entwicklung nehmen. Hier ist die Belastung besonders intensiv. Mittelfußknochen und Zehengelenke sind sehr anfällig für extreme Hornhautbildung. Man spricht in dem Fall von Hühneraugen. Das Schmerzhafte daran: Ebenso weit, wie sich das Hühnerauge nach oben wölbt, so tief ragt seine spitze Wurzel in die Haut hinein und drückt auf den Knochen mit oft schmerzhaften Folgen. Hornhaut und Hühneraugen entstehen durch unpassendes Schuhwerk, das entweder drückt oder reibt. Interessanterweise entstehen oft im Sommer unangenehme Druckstellen: Da die beliebten Flip-Flops oder so manche Sandale nicht am Fuß anliegen, entwickelt sich schnell Hornhaut an der Fußkante oder zwischen den Zehen.

Die erste Regel lautet natürlich, bequeme und gut sitzende Schuhe zu tragen. Darüber hinaus ist die Pflege der Füße natürlich von großer Bedeutung. Hornhaut sollte man frühzeitig entfernen. Darüber hinaus sollten die Füße mit Cremes oder Salben davor bewahrt werden auszutrocknen, da dies die Reibung zusätzlich verstärkt. Am Wichtigsten ist zunächst die Belastungsreduktion. Dann kann die zuvor eingeweichte Hornhaut mit einer feinen Raspel oder einem Bimsstein vorsichtig abgetragen werden – optimalerweise in einem Fußpflegeinstitut. Dort gibt es auch spezielle Bäder, Salben und Pflaster. Diese enthalten eine Säure, die die obersten Schichten der Hornhaut ablöst.

Auch klassische Hausmittel haben durchaus Erfolg. Das bekannteste Rezept für weiche Füße lautet: Zwiebelscheiben mit Zitronensaft und Salz über Nacht auf die betroffene Stelle kleben. Am nächsten Morgen sollte sich die Hornhaut lösen. Wenn das Hühnerauge zu sehr schmerzt, heißt es auf jeden Fall: zum Arzt oder zum Podologen gehen. (Quelle: www.fitness.com)