12.12.2008

Spezialschuhe für den diabetischen Fuß

Foto: Promed Spezialschuh „sanisoft“
Wer unter Diabetes leidet, hat nicht selten auch Fußprobleme. Typische Symptome bei Diabetes sind kalte und taube Füße, schmerzlose Druckstellen und trockene, rissige Haut. Das Risiko, einen Fuß durch Amputation zu verlieren, ist bei Diabetikern 40-mal höher als bei gesunden Menschen. Wie kommt dieser Zusammenhang zustande? Da Diabetes zugleich auch verantwortlich ist für die Gefäßschädigung des Körpers, sind die Füße von Diabetikern oft schlecht durchblutet. Der überschüssige Blutzucker wirkt wie ein Gift auf die Fußnerven, wodurch die Füße mit der Zeit taub und Verletzungen daher nicht mehr wahrgenommen werden können. Die Folge: Infektionen und offene Geschwüre können sich entwickeln.

Deshalb ist die tägliche Fußkontrolle für Diabetiker besonders wichtig. Selbst bei kleinen Verletzungen sollte der Arzt aufgesucht werden. Nur bei fachgerechter und rechtzeitiger Behandlung können Geschwüre an den Füßen sehr gut behandelt werden. Wer abwartet, geht ein hohes Risiko ein. Falls eine Wunde am Fuß schlecht heilt, muss dieser Fuß völlig entlastet werden. Das geht mit speziellen Teil-Entlastungsschuhen, die das Geschwür am Fuß von Belastung freihalten.

Wegen des fehlenden Gefühls in den Füßen sollten Diabetiker besonders weiche Schuhe tragen. Die Schuhe dürfen keinesfalls Druckstellen verursachen, da sonst Geschwüre entstehen können. Daher gibt es Spezialschuhe ohne Vorderkappen und seitliche Nähte. Ihre Sohle ist so stabil, dass der Fuß beim Abrollen ruhig gestellt ist, das Obermaterial ist besonders weich. Außerdem gilt: Diabetiker dürfen nie barfuß laufen, weil es dann leicht zu Verletzungen kommen kann. Täglich sollten Diabetiker frische Socken mit einem hohen Baumwollanteil anziehen. Zur Förderung der Durchblutung sind fußgymnastische Übungen geeignet.

Foto: Spezialschuhe und Nagel-Schleifgeräte extra für den empfindlichen diabetischen Fuß gibt es zum Beispiel bei Promed.