10.04.2007

Sonnenlicht gegen Hautkrankheiten?

Foto: Pixelquelle
Einen neuen Immunvorgang in der menschlichen Haut haben Wissenschaftler entdeckt. Sonnenlicht könnte helfen, Hautkrankheiten und -krebs zu bekämpfen, indem es Immunzellen zur Hautoberfläche lockt, sagt eine neue Studie. Vitamin D3 wird von der Haut als Reaktion auf Tageslicht gebildet. Die Immunzellen der Haut, die so genannten dendritischen Zellen, wandeln Vitamin D3 in seine aktive Form um. Das aktive Vitamin bringt T-Zellen dazu, in die oberste Schicht der Haut zu wandern. Diese Immunzellen zerstören beschädigte und infizierte Zellen. Zusätzlich regulieren sie andere Immunzellen.

Das Team um Eugene Butcher von der Stanford University (Kalifornien, USA) hat nun herausgefunden, wie T-Zellen "wissen", dass die DNA in der Oberfläche der Haut durch zu viel Sonne geschädigt wurde. Die aktuellen Forschungsergebnisse stützen laut New Scientist die Theorie, dass dendritische Zellen eine Art von Verkehrskontrolle für das Immunsystem leisten. Sie schätzen die Situation ein und lenken die T-Zellen dorthin, wo sie benötigt werden. "Sonnenschein ist gut für Dich, solange es nicht zuviel ist", sagt Mitautorin Hekla Sigmundsdottir. Sie weist darauf hin, dass beispielsweise Schuppenflechte fallweise mit Salben behandelt wird, die Vitamin D3 enthalten. Die Wissenschaftlerin vermutet, dass ihre Wirkung auf der Aktivierung der T-Zellen in der Haut beruht. (Quelle: Hautstadt)