17.06.2010

"UV-Infomobil" wirbt für Sonnenschutz

Sonne, aber sicher!

UV-Infomobil, Foto: BfS
Im Sommerurlaub Sonne tanken: Schon der Gedanke daran hebt die Stimmung. Doch ein allzu sorgloser Umgang mit der Sonne kann böse gesundheitliche Konsequenzen haben – obwohl Vorbeugen ganz einfach ist. Wie das geht und warum ein guter Sonnenschutz wichtig ist, will das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit seiner Informationskampagne „Sonne – aber sicher!“ zeigen. Zum Auftakt stellte BfS-Präsident Wolfram König in Lübeck das UV-Infomobil des BfS vor, das noch vor Beginn der Ferien in zahlreichen Städten Nord- und Süddeutschlands Station macht.

Die Informationskampagne für UV-Schutz will vor allem zum verantwortlichen Umgang mit der Sonne aufrufen: „Sonne tut gut - wenn man verantwortlich mit ihr umgeht“, betonte König. „Besonders achten müsse man dabei auf die Kinder, deren Haut noch keinen vollständig aufgebauten Eigenschutz vor UV-Strahlung besitzt. Weil jeder Sonnenbrand im Kindesalter das Hautkrebsrisiko um ein Vielfaches erhöht, stehen Kinder und Jugendliche daher im Mittelpunkt der diesjährigen Aufklärungskampagne.

Mit Sonnenbrillen-Prüfung und UV-Messstation, leicht verständlichen Animationen und einem Kinderbereich lässt sich im Infomobil ganz praktisch erfahren, wo versteckte Gefahren lauern. BfS-Experten geben Tipps zum richtigen UV-Schutz und erklären, wie die UV-Strahlung der Sonne auf den Körper wirkt. Kinder können selbst gemachte Bilder zum Infomobil mitbringen. Die schönsten Bilder werden im Internet präsentiert. Neben dem UV-Infomobil zeigen aktuelle Unterrichtsmaterialen für Eltern, Kindertagesstätte, Grundschule und Sekundarstufe I, dass Sonnenschutz nicht uncool sein muss: Mit schicken Sonnenbrillen und pfiffigen Piratentüchern lassen sich auch die Kleinen leicht vom UV-Schutz überzeugen. Für die Älteren steht im Vordergrund, wie sich UV-Schutz, Freizeitspaß und Schönheitsideale vereinbaren lassen. Wer nicht persönlich ins Infomobil kommen kann, findet umfassende UV-Informationen im Internet unter www.bfs.de/sonne-aber-sicher. Auch die Tourdaten können Sie dort nachlesen.

Nach BfS-Angaben erkranken jährlich in Deutschland rund 140.000 Menschen neu an Hautkrebs, 2000 bis 3000 sterben an den Folgen. Verantwortlich für den starken Anstieg in den vergangenen Jahrzehnten sei eine erhöhte Belastung der Haut durch die ultravioletten Strahlen der Sonne. Die Assoziation von gebräunter Haut mit Gesundheit und Attraktivität führe zu häufigen und ausgiebigen Aufenthalten in der Sonne und zur Nutzung von Solarien.