23.08.2004

Sommer, Sonne, Juckreiz: „Quälfaktor Sonnenallergie“ – Auslöser, Therapien, Prophylaxe

Endlich Sommer, endlich Sonne – und plötzlich treten juckende Bläschen und quälender Hautausschlag auf. Diagnose: Sonnenallergie. Betroffen sind etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung, meistens Frauen. Die Ursachen der Sonnenallergie, der "Mallorca-Akne" oder der "polymorphen Lichtdermatose" sind bis heute nicht eindeutig geklärt.

Die Sonnen- oder Lichtallergie ist keine "echte" Allergie, bei der Antikörper gegen einen bestimmten Stoff gebildet werden. Diese Antikörper, die bei Allergikern in einer übergroßen Menge produziert werden, sollen helfen, die körperfremden Stoffe zu beseitigen. Durch diese Abwehrreaktion im Körper werden dann die allergischen Beschwerden ausgelöst. Das ist bei einer Sonnenallergie nicht der Fall. Hier entstehen allein durch die Wirkung der Sonnenstrahlen Stoffe, die allergieähnliche Hautveränderungen hervorrufen können. Kurzzeitig angewandte Cortison-Salben und/oder Antihistaminika können die Beschwerden lindern, im Extremfall kann die systemische Gabe von Cortison notwendig sein.

Zur Vorbeugung empfiehlt sich eine Lichttherapie beim Hautarzt, die Zufuhr von ß-Karotin sowie die Verwendung von Sonnengels mit hohem UVA- Lichtschutz. Diese Mittel sind fettfrei und benötigen daher keine Emulgatoren. In Tests schnitten Produkte mit dem Lichtschutzfilter Mexoryl am besten ab. Auf folgende Inhaltsstoffe sollte laut Stiftung Warentest verzichtet werden: Duftstoffe und ätherische Öle, UV-Filtersubstanzen und andere Bestandteile von Lichtschutzmitteln sowie Konservierungsstoffe. Außerdem sollte man in der Zeit, in der man der Sonne ausgesetzt ist, auch andere fetthaltige Pflegemittel wie Körperlotionen meiden. Bei bekannten Allergien auf chemische Filter der Lichtschutzpräparate empfiehlt es sich, Sonnenmittel mit ausschließlich mineralischen Filtern, Mikropigmenten wie Titandioxid oder Zinkoxid zu verwenden.