01.03.2007

Shopping-Studie Herrenkosmetik

Grafik : Information Resources GmbH
Das männliche Kaufverhalten bei Kosmetikprodukten für Herren hat das Marktforschungsunternehmen Information Resources in einer neuen Shopping-Studie untersucht. Ergebnis: Man(n)ist emanzipierter denn je. Die Zeiten, da Männer bei der täglichen Körperpflege mit Wasser und Seife auskamen, sind längst vorbei. Heute mag kaum ein Mann noch auf wohlriechende Duft- und Kosmetikprodukte verzichten. Dabei schreitet die Emanzipation der Männer nicht nur in der Abgeschiedenheit des heimischen Badezimmers voran. Man(n) geht auch in der Öffentlichkeit immer selbstbewusster mit der früher als ausgesprochen „weiblich” empfundenen Pflege von Gesicht, Haut und Haaren um. So lassen sich nur noch 13 Prozent der Männer bei der Auswahl von Herrenkosmetik von der Ehefrau bzw. der Partnerin beeinflussen. Und bei den Auswahlkriterien für Herren-Kosmetikprodukte rangiert der „richtige Duft” mit Abstand an erster Stelle.

Was einen Käufer dazu bewegt, ein bestimmtes Geschäft zu betreten und dort ein bestimmtes Produkt zu kaufen, ist vor allem für vergleichsweise junge und dynamische Märkte von großer Bedeutung. So registrierten die Marktforscher für den Bereich der Herren-Gesichtspflege im ersten Halbjahr 2006 ein Umsatzwachstum von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 30 Prozent des Duschbadumsatzes liefen in diesem Zeitraum über reine Herrenvarianten. Schon dies macht deutlich, dass der Trendmarkt Herrenkosmetik für initiative Hersteller und Handelsunternehmen eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet, Umsätze bzw. Kundenfrequenz zu steigern.

Zwar legen vor allem jüngere Männer unter 30 Wert darauf, Kosmetikprodukte selbst auszusuchen und einzukaufen; aber auch bei den älteren Käufern geht der Einfluss der Partnerin zunehmend zurück. Eine deutliche Mehrheit der Käufer gibt dabei speziellen Herrenprodukten den Vorzug gegenüber Unisex-Produkten. Auch eine gute Beratung spielt bei einem Drittel der männlichen Kunden beim Einkauf von Herrenkosmetik eine große Rolle. (Quelle: Information Resources GmbH/www.infores.com)