10.02.2010

Wala Pflanzenportrait Februar 2010

Senf: Gewürz und Heilmittel

Senfpflanze / Foto: Wala Arzneimittel GmbH
Senf kennen wir in Tuben oder im Glas als würzige Beilage zum Würstchen. Doch wie sieht die zur Saat gehörende Pflanze aus? Schwarzer Senf, aus dem in der Regel der Speisesenf hergestellt wird, ist eine einjährige Kulturpflanze, die bis zu zwei Meter hoch wächst und gelb leuchtende Blüten trägt. Aus den Blüten entwickeln sich längliche Schoten, die je vier bis zehn dunkelbraune Senfsamen beherbergen. Es gibt zwei verschiedene Rassen des Schwarzen Senfs. Die eine ist in Südeuropa und Nordafrika verbreitet, die andere in Vorder- und Westasien. Die Römer fanden heraus, wie sich aus den Samen eine Gewürzpaste herstellen lässt. Sie schätzten Mostrich zur Zubereitung ihrer Speisen und würzten ihren Wein mit Senfkörnern. Bereits in der Antike war Senf zudem als Heilpflanze bekannt. Der griechische Arzt Dioskurides (1. Jahrhundert) empfahl den Weißen Senf unter anderem bei inneren Reizungen.
Sobald man Senfkörner zerkleinert, wird das im Senf enthaltene Enzym Myrosinase aktiv. Es spaltet die ebenfalls im Senf vorliegende Zuckerverbindung (Glukosid) Sinigrin in das flüchtige, hautreizende Allylsenföl sowie in Traubenzucker und Kaliumbisulfat.

Gemahlene Senfkörner oder Senfmehl, das bei der Gewinnung von fettem Senföl als Pressrückstand abfällt, sind aufgrund des Allylsenföls altbewährte Hautreizmittel, die die Hautdurchblutung erhöhen und zum Beispiel bei chronischem Husten sowie chronischen rheumatischen Schmerzen Einsatz finden. Mit beiden lassen sich wässrige Breie anrühren und als Wickel auf die zu behandelnde Hautpartie auftragen. Mit Senfmehl lassen sich zudem warme Fußbäder zubereiten, die sehr gut durchwärmen und bei Erkältungen sowie Kopfschmerzen den Kopf frei machen.

Die Pflanze bei Wala: Senf wirkt aktiv auf die Haut und die Bewegungsorgane, indem er Stoffwechselprozesse und die Durchblutung anregt. Die WALA bezieht kalt gepresstes, naturbelassenes Senföl aus Biosaat des Schwarzen Senfs. Das Senföl stellt die im Schwarzwald ansässige Ölmühle Walz, die noch traditionelles Ölhandwerk betreibt, im Auftrag für die WALA her. Sie setzt dabei das so genannte Stempelpressverfahren ein, das sehr schonend und effektiv das Öl im Kaltverfahren und ohne chemische Zusätze aus der Saat herauspresst. Verwendung findet das Senföl in Dr.Hauschka Pflegeöl Birke Arnika und in der Salbenzubereitung WALA Cera/Aesculus comp., Unguentum, die den Stoffwechsel bei Verhärtungen und schmerzhaften Muskelverspannungen anregt.