08.05.2008

Schweißreduktion durch Iontophorese

Fotoquelle. Pixelio
Schwitzen ist gesund und ein natürlicher Vorgang. Wer allerdings übermäßig mit Schweißbildung zu kämpfen hat, leidet unter Hyperhidrose – so der medizinische Fachbegriff. Ein typisches Zeichen für die Krankheit sind unter anderem ständig schwitzende Hände (Hyperhidrosis manuum) oder Handflächen (Hyperhidrosis palmaris). Sind auch noch die Füße betroffen, spricht man von einer Hyperhidrosis palmoplantaris.

Eine Möglichkeit, betroffenen Kunden mit diesem Leiden im Institut zu helfen, ist die Iontophorese. Diese Methode ist ein medizinisches Verfahren zur Resorption von Wirkstoffen durch die Haut. Dafür wird ein schwacher elektrischer Gleichstrom verwendet. Die entsprechenden Arzneistoffe müssen dabei als Ion (ionisiert) vorliegen, das heißt, sie müssen eine eigene elektrische Ladung haben. Nur so können sie im elektrischen Feld beschleunigt werden und somit schneller die Haut durchqueren, um dann in das Blut oder in das Gewebe zu gelangen. Meist liegt das Medikament dabei in Salbenform vor.

Bei der Iontophorese werden die Hände und/oder die Füße in ein Wasserbad getaucht, durch das der Gleichstrom geleitet wird. Die so genannte Leitungswasser-Iontophorese kann in Ein- oder Mehrzellenbädern durchgeführt werden. Bei einem 2 Zellenbad werden beispielsweise beide Behälter mit "normalem" Leitungswasser gefüllt und die Elektroden eingetaucht. Die Elektroden sind mit einem Steuergerät, welches den Stromfluss regelt, verbunden. Werden nun Füße oder Hände in das Bad eingetaucht (ohne die Elektroden zu berühren), fließt ein geringer Strom durch den Körper. Wird die Methode regelmäßig angewendet, ist die Chance einer dauerhaften Schweißreduktion relativ hoch.