Scharfe Knolle

Gesunde Wurzel: Ingwer

Fotoquelle: eatsmarter.de

Fitte Fakten über Ingwer

Er hilft bei Übelkeit, lindert Schmerzen und bekämpft Erkältungen: Ingwer gehört mit seinen über 20 erforschten Wirkstoffen in jede Hausapotheke. Und weil die scharfe Wurzel lecker zu Fleisch oder Suppen schmeckt, kann man sie auch noch als schmackhaftes Gewürz einsetzen. Fünf fitte Fakten über Ingwer verraten, was die Inhaltsstoffe der Ingwerwurzel alles können, wie man sie am besten einsetzt und welche Gerichte man mit Ingwer würzen kann:

Ingwer gegen Erkältungen und grippale Infekte:

Die Bestandteile der Ingwerwurzel können zum Beispiel bei Erkältungen helfen. Der Grund: Die Gingerole sind in ihrer Zusammensetzung der Acetylsalicylsäure (Aspirin) sehr ähnlich und wirken daher schleimlösend, entzündungshemmend und wärmend. Bei Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit oder Fieber können Sie sich zum Beispiel eine heiße Ingwermilch zubereiten: Nehmen Sie 200 ml (fettarme) heiße Milch und rühren Sie je einen Teelöffel frisch geriebenen Ingwer und Honig hinein. Trinken Sie die Milch schluckweise. Achtung: Sie kann sehr scharf werden.

Ein Mittel gegen Schmerzen:

Daneben wirken die Gingerole auch schmerzlindernd. In der Traditionellen chinesischen Medizin wird Ingwer deshalb auch zur Bekämpfung von Kopf-, Rücken- oder Gelenkschmerzen eingesetzt. Sie können dafür zum Beispiel ein Ingwer-Bad nehmen: Schneiden Sie ein großes Stück Ingwer (15 cm) in grobe Stücke, übergießen Sie die Teile mit einem Liter heißen Wasser und lassen sie das Ganze dann 15 Minuten ziehen. Danach gießen Sie das „Ingwer-Wasser“ durch ein Sieb in Ihr Badewasser.

Ingwer gegen Bauchzwicken:

Frische Ingwerwurzel hilft, wenn das Essen wie ein Stein im Bauch liegt. Die aromatisch-scharfen Inhaltsstoffe vom Ingwer bringen den Magen auf Trab, sorgen dafür, dass die Verdauungssäfte reichlich fließen und lindern Krämpfe und Blähungen. Die Gingerole regen nun Speichel- und Galleproduktion an und verbessern dadurch die Verdauung. Daneben verhindert das ätherische Öl Linalool schmerzhafte Blähungen. Neuere Forschungen lassen sogar vermuten, dass Ingwer auch bei Magengeschwüren helfen kann. Zur nächsten schweren Mahlzeit also besser eine Tasse Ingwertee trinken.

Ein Stück Ingwer gegen die Reisekrankheit:

Wer häufiger auf Reisen im Auto, Bus, Schiff oder Flugzeug mit Übelkeit und Erbrechen kämpfen muss, hält am besten kandierten Ingwer oder Ingwerstäbchen (ohne Schokolade) oder Ingwerkapseln aus der Apotheke bereit. Der Grund: Ingwer beruhigt den Gleichgewichtssinn, der im Fall einer Reisekrankheit verrückt spielt.

Ingwer als Gewürz:

Die Wurzel hat einen sehr speziellen, fruchtigen und scharfen Geschmack. Damit lassen sich Suppen und Currys verfeinern, Fisch oder Fleisch würzen und man kann Ingwer sogar in Kuchen einsetzen. Ein Tipp: Das Enzym Thiolprotease aus Ingwer macht zähes Fleisch wieder etwas zarter, wenn man ihn frisch zerdrückt eine Weile auf das rohe Fleisch einwirken lässt. Passt auch zum Weihnachstbraten…!

Neue Studien lassen vermuten, dass Ingwer zu der Gruppe von pflanzlichen Lebensmitteln gehört, die in der Lage sind, krebserregende Substanzen zu neutralisieren. Ähnlich wie Knoblauch senken Substanzen aus dem Ingwer das Risiko von Blutgerinnseln. Außerdem – die Zahl der Vorzüge ist groß – hilft Ingwer gegen Reisekrankheiten wie zum Beispiel Seekrankheit. Dieser Effekt vom Ingwer wurde in mehreren Studien bestätigt und trat sowohl beim Kauen von frischem Ingwer als auch beim Einnehmen des getrockneten Pulvers aus Ingwer auf. (Quelle: eatsmarter.de)