15.10.2004

Schälkuren für jeden Hauttyp: Peeling-Methoden und ihre Wirkungen

Der Begriff "Peeling" kommt aus dem Englischen und bedeutet "schälen, abschälen". Beim Peeling wird die Haut abgeschält, um das Hautbild zu verfeinern und die Hautstruktur zu glätten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen mechanischen und chemischen Peelings.

Bei den verschiedenen chemischen Peeling-Methoden wird - je nach Hauttyp -in "epidermal" und "dermal" unterteilt. Das epidermale, oberflächliche kosmetische Peeling mit niedrigen Fruchtsäurekonzentrationen (bis zu 10 % Glykolsäure und einem ph-Wert über 3) kommt vor allem bei oberflächlichen Aknenarben, leichten Formen der Hautalterung oder erweiterten Poren zum Einsatz. Die dermalen, tiefen medizinischen Peelings mit hoher Konzentration (bis zu 90 %, ph-Wert zwischen 1 und 3,5) dürfen nur von Medizinern durchgeführt werden und helfen bei Altersflecken, tiefen Aknenarben und Falten, starken Pigmentierungen oder schweren Formen der Lichtschäden und Hautalterung.
Neben den Fruchtsäuren-Peelings, die vor allem bei Fältchen und Pigmentflecken angewendet werden, gibt es im chemischen Peelingbereich noch Enzym-Peelings (biologische Schälungen auf der Basis von Eiweiß und Fett verdauenden Enzymen zur Glättung des Hautbildes) und Aminosäure-Peelings zur Erhöhung der Hautfeuchtigkeit und Verminderung lichtbedingter Pigmentflecken.

Bei den mechanischen Peelings wird die Haut abgeschliffen ("abrasio"). Auch hier wird zwischen der medizinischen (Dermabrasion) und der kosmetischen (Micro-Abrasion) Methode unterschieden. Beim Schleifen werden abgestorbene Hautschüppchen abgetragen und die Haut somit sichtbar und spürbar geglättet. Bekannte Schleifmittel sind Mandelkleie, Tonerde oder Salz. Eine weitere medizinische Peeling-Variante ist das "Skin-Resurfacing" mittels Laserbehandlung, das vor allem bei Sonnenfältchen um die Augen- und Mundpartie eingesetzt wird.

Literaturtipp: "Peelings - wie man mit neuem Wissen alte Absichten abstreift", Barbara Wilhelmi, ISBN 3-7773-1316-5