08.06.2005

Sauna im Sommer: Schwitzen als Wellnessprogramm

Fotoquelle: Majava-Sauna
In der kalten Jahreszeit ist die Sauna ein beliebter Wohlfühlort. Aber auch bei sommerlichen Temperaturen ist das "Schwitzen nach Programm" Balsam für Körper und Seele.
"In der Sauna verraucht der Zorn", sagt eine finnische Volksweisheit. Und tatsächlich werden in der wohligen Wärme u.a. Glückshormone wie Serotonin und Dopamin freigesetzt. Aber Sauna härtet auch das Immunsystem ab: Durch die Erhöhung der Körperkerntemperatur um 0,5 C während des Saunierens werden z.B. Abwehrzellen und ihre Produkte (z.B. Immunglobulin A) aktiviert. Die Wärme-Kälte-Reize bringen außerdem das Herz-Kreislauf-System ins Gleichgewicht. Ein weiteres Plus: Das Schwitzen transportiert Schlacken und Schadstoffe aus dem Körper. Auch die Nieren werden ebenfalls zu deren Ausleitung angeregt.

Für die Haut ist ein Saunabad ebenfalls eine Wohltat, da es die Zellerneuerung fördert und durch die ungewohnt gute Durchblutung die Haut mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Bei trockener Haut wird außerdem die Fähigkeit zu mehr Wassereinlagerung trainiert. Bei fettiger Haut dagegen wird der überschüssige Talg verflüssigt und mit dem Schweiß ausgeschieden. Auch Hautprobleme wie Schuppenflechte, Ekzeme und Neurodermitis können gemildert werden.

Und wer auch im (Tropen-) Urlaub fit sein will: Durch Saunieren - auch im Sommer - wird man tropentauglicher. Denn der Körper hat gelernt, mit Temperatur-Unterschieden und Mineralstoff-Verlusten umzugehen. Außerdem kann ein bisschen "Seelenreinigung", wie Sauna-Fans die Wirkung der Sauna auch beschreiben, das ganze Jahr über nützlich sein.
(Quelle: AOK)